Bahrain: Gerichtsurteil gegen LehrergewerkschafterInnen aufrecht

23.10.2012

Gültigkeit: Sie können an dieser Aktion bis 15. November 2012 teilnehmen.



Am 21. Oktober 2012 bestätigte das Berufungsgericht die Urteile gegen Jalila al-Salman und Mahdi `Issa Mahdi Abu Dheeb. Lediglich die Haftstrafen wurden reduziert. Die beiden Führungsmitglieder der bahrainischen Lehrergewerkschaft hatten zu Streiks aufgerufen.

Folter und unfaires Gerichtsverfahren

Jalila al-Salman, die sich gegenwärtig auf freiem Fuß befindet, wurde in einem unfairen Gerichtsverfahren zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt. Mahdi `Issa Mahdi Abu Dheeb, der seit 18 Monaten im Gefängnis sitzt, wurde zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Die AnwältInnen der beiden kündigten an, Berufung gegen das Urteil vor dem Kassationsgericht einzulegen.

Die beiden GewerkschafterInnen wurden verhaftet und vor ein Militärgericht gestellt, nachdem sie zu einem Streik der LehrerInnen aufgerufen hatten, um die Forderung der DemonstrantInnen nach Reformen in Bahrain zu unterstützen. Sie wurden in Isolationshaft gehalten und gefoltert.

Unter Folter erzwungene Geständnisse

Ihnen wird eine Reihe von Anklagepunkten zur Last gelegt, darunter versuchter gewaltsamer Umsturz des Regimes und das Schüren von Hass gegen die Regierung. Doch die beiden Angeklagten propagierten niemals Gewalt.

Die Verurteilungen basieren auf unter Folter erzwungenen "Geständnissen".

Videobotschaft von Jalila

Jalila al-Salman wurde während des laufenden Berufungsverfahrens vorübergehend freigelassen und war während der Urteilsverkündung am 21. Oktober nicht vor Gericht anwesend. In einer Videobotschaft ersucht sie um Hilfe.

Helfen Sie mit.

Amnesty International betrachet Mahdi `Issa Mahdi Abu Dheeb als gewaltlosen politischen Gefangenen und fordert seine sofortige und bedingungslose Freilassung. Sollte Jalila al-Salman zur Verbüßung der gegen sie verhängten Haftstrafe festgenommen und ins Gefängnis überstellt werden, würde Amnesty auch ihre Freilassung fordern.

Beteiligen Sie sich an dem Online-Petition von Amnesty International:

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