Burundi: Kritik an öffentlichen Ausgaben brachte Journalisten in Haft

AI Index: UA 255/08
AFR 16/006/2008
12. September 2008


Der Journalist Jean-Claude Kavumbagu, Direktor der Online-Presseagentur Net Press, wurde am 11. September 2008 verhaftet und der "üblen Nachrede" beschuldigt.

BeamtInnen zu spät bezahlt

In einem Artikel hatte er behauptet, dass die Kosten für die Reise des Präsidenten Nkurunziza zur Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Peking die verspätete Auszahlung der Gehälter von BeamtInnen bedingt hätte.

Üble Nachrede

In dem Artikel wurden die Reisekosten auf 100 Millionen Burundische Francs (zirka 90.000 US-Dollar) beziffert. Gegenüber der lokalen Presse berichtete der Anwalt des Journalisten, dass die Regierung behauptete, die Reise hätte die Hälfte gekostet und Jean-Claude Kavumbagu müsse sich wegen "Verleudmung und Beleidigungen" verantworten.

Helfen Sie mit.

Amnesty International erachtet Jean-Claude Kavumbagu als Gewissensgefangenen, der wegen seiner friedlichen Meinungsäußerung verhaftet wurde.

Appellieren Sie an die Behörden und fordern die unverzügliche und bedingungslose Freilassung des Journalisten.

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