Chile: Dokumentarfilmerin wurde freigelassen

AI-Index: AMR 22/001/2008
22.8.2008
UA-154/2008


Am 13. August 2008 wurde die Dokumentarfilmerin Elena Varela López nach über drei Monaten Haft freigelassen. Über sie wurde ein nächtlicher Hausarrest (zwischen 22 Uhr und 8 Uhr morgens) und ein Ausreiseverbot verhängt. Die Anklagepunkte im Zusammenhang mit zwei Banküberfällen im Jahr 2004 und 2005, an deren Organisation sie beteiligt gewesen sein sollte, sind immer noch aufrecht.

Wie auf dieser Website berichtet (siehe Aktion vom 15.6.2008), arbeitete Elena Varela López zur Zeit ihrer Verhaftung an einem Dokumentarfilm über den Landnutzungskonflikt zwischen Holzfirmen und den indigenen Mapuches in Chile, für den sie bereits seit vier Jahren recherchierte. Ihre Unterlagen wurden konfisziert.

Dank für Unterstützung

Elena Varela López bedankt sich bei allen, die sie unterstützt haben:

"Ich übermittle Euch eine dicke Umarmung und meinen Dank für all die Unterstützung, mit der ihr meine Freilassung bewirkt habt. .... Ich denke an Euch, im Wissen, dass Ihr mir zu tausenden geholfen habt." (eigene Übersetzung, Original: Les envío un fuerte abrazo y agradecimientos por todo el apoyo que han brindado a la lucha por mi libertad…Los llevo conmigo, en mi corazón, se que son miles los que han estado conmigo)

Herzlichen Dank für Eure Solidarität! Zur Zeit sind keine weiteren Appelle erforderlich. AI wird das Schicksal von Elena Varela Lopéz weiterhin beobachten.