3. Mai: Tag der Pressefreiheit - Hunderte JournalistInnen in Gefahr


Der 3. Mai wird als "Tag der Pressefreiheit" begangen und erinnert daran, dass in vielen Staaten der Erde JournalistInnen gewaltsam daran gehindert werden, unabhängig zu recherchieren und Bericht zu erstatten.

JournalistInnen, die gemäß ihrem Berufsethos verantwortungsvoll ihrem Informationsauftrag nachkommen, werden der "Subversion" oder des "Verrats von Staatsgeheimnissen" angeklagt und in unfairen Gerichtsverfahren zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt. Dies ist in besonderem Maße bei China zu beobachten; Amnesty International bezeichnet als China als den "weltweit führenden Gefängniswärter für JournalistInnen".

Internetzensur in China

In den letzten Jahren hat darüber hinaus die Internetzensur in China stark zugenommen: Etwa 30.000 BeamtInnen überwachen hunderte Websites und E-Mails - und bedienen sich dabei westlicher Informationstechnik. Bekannte Provider wie Google, Microsoft und Yahoo kollaborieren mit dem chinesischen Regime bei der Unterdrückung der Meinungsfreiheit.

Deshalb hat Amnesty International im Sommer 2006 die Kampagne "Irrepressible Info" (http://irrepressible.info/) gestartet, um auf das Schicksal von bedrohten und inhaftierten JournalistInnen in China und auf die Rolle der westlichen Internetfirmen aufmerksam zu machen. Die AI-Arbeitsgruppe für verfolgte GewerkschafterInnen beteiligt sich an dieser Kampagne und engagiert sich für die Freilassung von Shi Tao, ein Dichter und Journalist, der zu 10 Jahren Haft verurteilt wurde, weil er in einem E-Mail in die USA berichtet hatte, wie das chinesische Propagandaministerium Zeitungen angewiesen hatte, zum Jahrestag der Niederschlagung der Demokratiebewegung von 1989 zu berichten. Er benutzte dazu seinen Yahoo-Account, und Yahoo half den chinesischen Behörden bei der Ausforschung.

Helfen Sie mit

Die Aktion zur Freilassung von Shi Tao ist immer noch aktuell. Bitte machen Sie mit. => Aktion zu Shi Tao


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