China: Menschenrechtsaktivistin Mao Hengfeng zu Umerziehung durch Arbeit verurteilt

UA: 281/12
Index: ASA 17/042/2012
9. November 2012

Gültigkeit: Sie können an dieser Aktion bis 19. Dezember 2012 teilnehmen.



Mao Hengfeng, die unermüdlich für reproduktive Rechte und gegen Zwangsräumungen in China eintritt, wurde zu 18 Monaten "Umerziehung durch Arbeit" verurteilt. Sie ist eine gewaltlose politische Gefangene, und sie ist von Folter und anderen Misshandlungen bedroht.

Unfaires Gerichtsverfahren

Am 30. Oktober 2012 wurde Mao Hengfeng wegen "Störung der öffentlichen Ordnung" zu 18 Monaten "Umerziehung durch Arbeit" verurteilt. Ihr wird vorgeworfen, bei zwei Anlässen im Januar und im Juli an Gedenkveranstaltungen für verstorbene AktivistInnen teilgenommen zu haben, die zu einer "Störung der öffentlichen Ordnung" führten.

Mao Hengfeng hat bis zu 60 Tage Zeit, bei der Stadtverwaltung von Shanghai Berufung einzulegen.

Zur Vorgeschichte

Isoliert, Aufenthaltsort unbekannt

Ihr Ehemann, Wu Xuewei, durfte seine Frau nicht sehen, als er das Polizeigefängnis des Bezirks Yangpu in Shanghai aufsuchte, wo sie sich zuletzt aufgehalten haben soll. Er versuchte, ihr Kleidung und Geld zu schicken.

Es bleibt jedoch ungewiss, ob Mao Hengfeng in die Einrichtungen für "Umerziehung durch Arbeit" verlegt wurde. Bekannt ist nur, dass Mao Hengfeng am 30. September 2012 festgenommen wurde. Am 2. Oktober erhielt ihre Familie die Benachrichtigung, dass sie wegen Verdachts auf "Zusammenkunft mit dem Ziel, die Ordnung an einem öffentlichen Ort zu stören" festgehalten wird.

Verhaftung weiterer AktivistInnen

Amnesty International geht davon aus, dass die Strafe Mao Hengfeng daran hindern soll, während des für den 8. November angesetzten 18. Nationalen Kongresses der Kommunistischen Partei ihre Protestaktionen fortzusetzen.

Die Behörden verhafteten auch weitere AktivistInnen. Dong Guoqing, Shen Yongmei und Cui Guofang wurden wegen "Störung der öffentlichen Ordnung" zu einem Jahr "Umerziehung durch Arbeit" verurteilt, Wei Qin wurde aus unbekanntem Grund inhaftiert, und Wang Kouma wurde Ende September in seiner Wohnung abgeholt. Seine Familie wurde Mitte Oktober darüber informiert, dass er wegen des Verdachts auf "Zusammenkunft mit dem Ziel, die Ordnung an einem öffentlichen Ort zu stören" festgehalten wird.

Helfen Sie mit.

Amnesty International betrachtet Mao Hengsheng als gewaltlose politische Gefangene und fordert ihre unverzügliche und bedingunglose Freilassung.

Appellieren auch Sie an die chinesischen Behörden.

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