China: Erfolg: Mao Hengfeng wurde freigelassen

Aktuellere Informationen zu UA: 281/12
ASA 17/002/2013

15. Februar 2013



Mao Hengfeng 2010: © Privat

Die Menschenrechtsverteidigerin Mao Hengfeng konnte am 8. Februar 2013 das Polizeigefängnis in Yangpu verlassen. Sie bedankte sich bei allen, die sich für sie eingesetzt haben, und wir leiten diesen Dank gerne an Euch weiter.

Internationaler Druck hat gewirkt

Die chinesischen Behörden gestatteten Mao Hengfeng, den Rest der Haftstrafe "Umerziehung durch Arbeit" zu Hause zu verbringen. Am 30. Oktober 2012 war sie wegen "Störung der öffentlichen Ordnung" zu 18 Monaten Zwangsarbeit in einem Arbeitslager verurteilt worden.
Am 8. Februar 2013 brachten Familienangehörige die Aktivistin aus dem Polizeigefängnis des Bezirks Yangpu in Shanghai nach Hause. Ihr Ehemann Wu Xuewei ist überzeugt, dass die Freilassung eine Folge der Appelle aus dem In- und Ausland an die chinesischen Behörden ist. Auch der Rechtsanwalt von Mao Hengfeng hatte in den vergangenen zwei Monaten immer wieder beantragt, dass seine Mandantin aus medizinischen Gründen auf Bewährung freigelassen wird. Möglicherweise wurde die Entscheidung der chinesischen Behörden auch dadurch beeinflusst, dass das Umerziehungslager die Aufnahme von Mao Hengfeng aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes verweigert hatte.

Langzeit-Aktivistin

Mao Hengfeng tritt seit vielen Jahren für das Recht auf Wohnen und gegen rechtswidrige Zwangsräumungen sowie für die reproduktiven Rechte ein und war seit 2004 immer wieder drastischen Repressionen durch die chinesischen Behörden ausgesetzt. Sie wurde wegen ihrer Arbeit mehrmals verhaftet und gefoltert. 2010 hatte ein Gericht sie bereits wegen ihres Engagements zu 18 Monaten Zwangsarbeit in einem Arbeitslager verurteilt.

Amnesty-Aktionen für die Menschenrechtsverteidigerin

Amnesty International startete 2004, 2010 und 2012 Appellaktionen für Mao Hengfeng.

Das Netzwerk Arbeit, Wirtschaft und soziale Rechte bat immer wieder um Unterstützung für Mao Hengfeng, zuletzt angesichts der letzten Verurteilung im Herbst 2012 gewerkschafterinnen.amnesty.at/china/20121109.htm.

Vielen Dank für Dein Engagement. Es sind derzeit keine weiteren Aktionen notwendig.


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