Dominikanische Republik: Hetzkampagne gegen Sonia Pierre

Individuals-at-Risk
7. Oktober 2011
Diese Aktion hat derzeit keine Befristung der Gültigkeit.



Sonia Pierre mit Amnesty-Aktivistinnen bei der Frauen-Demonstration, Wien, 19. März 2011

Seit Oktober 2011 steht die prominente Menschenrechtsverteidigerin Sonia Pierre im Visier einer Schmutzkampagne, die gegen sie und ihre Familie gerichtet ist.

Interamerikanischer Gerichtshof gibt Sonia Pierre recht

Die Hetzkampagne gegen Sonia Pierre wurde losgetreten, nachdem der Interamerikanische Gerichtshof eine Vorladung für die Dominikanische Republik wegen deren ausstehender Antwort in den Fällen des Entzugs der Staatsbürgerschaft in der Dominikanischen Republik ausgesprochen hatte.

Diese Vorladung zum Interamerikanischen Gerichtshof war von einer Koalition von dominikanischen und internationalen Nicht-Regierungsorganisationen (NGO), die sich für die Rechte der MigrantInnen in der Dominikanischen Republik sowie dominikanische StaatsbürgerInnen haitianischer Herkunft einsetzen, gefordert worden. Die dominiko-haitianische Frauenorganisation MUDHA (Movimiento de Mujeres Domínico-Haitianas) war eine von ihnen; Sonia Pierre ist ihre Geschäftsführerin.

Öffentliche Beleidigungen und Drohungen

VertreterInnen von Behörden diskreditierten Sonia Pierre und ihre Arbeit als Menschenrechtsverteidigerin. Ein Parlamentsabgeordneter beschimpfte sie als "Krebs der Nation" und drohte ihr, sie wegen Terrorismus oder Verbrechen gegen den Staat vor Gericht zu bringen.

Über nationale Medien wurden Verleudmungen gegen die Aktivistin verbreitet.

Am 1. Oktober 2011 wurde Sonia Pierre von Menschen, die sie erkannten, am Flughafen beschimpft.

Weitere Informationen zu Sonia Pierre

Helfen Sie mit.

Appellieren Sie an die Behörden in der Dominikanischen Republik und fordern Sie Schutz für Sonia Pierre. Sie muss als Menschenrechtsverteidigerin ohne Schikanen arbeiten können.

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