Äthiopien: Journalist Eskinder Nega in Haft

Briefmarathon 2013

Gültigkeit: Sie können an der Aktion bis jedenfalls Anfang Jänner 2014 teilnehmen.



„Vielleicht könnte dies das Jahr sein, in dem die Meinungs- und Versammlungsfreiheit respektiert wird. Vielleicht könnte dies das Jahr sein, in dem die Äthiopier_innen nicht mehr wegen ihrer politischen Überzeu­gungen verhaftet werden.“ Eskinder Nega, am Vorabend des Neuen Jahren in Äthiopien im September 2011, wenige Tage später wurde Eskinder Nega verhaftet.

Am 13. Juli 2012 wurde der Journalist Eskinder Nega wegen Hochverrats und terroristischer Vergehen zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. Amnesty International erachtet Eskinder Nega als Gewissensgefangenen, der aufgrund seiner friedlichen und rechtmäßigen Tätigkeit als Journalist verurteilt wurde.

Wegen der kritischer Artikel in Haft

Eskinder Nega wurde im September 2011 festgenommen, nachdem er regierungskritische Artikel geschrieben und Reden gehalten hatte, in denen er das Recht auf freie Meinungsäußerung in Äthiopien forderte.

Dies ist bereits das achte Mal, dass Eskinder Nega aufgrund seiner Arbeit als Journalist festgenommen und strafverfolgt wird. 2005 wurde er gemeinsam mit seiner Frau Serkalem Fasil verhaftet. Das Paar gehörte zu 131 Journalist_innen, Aktivist_innen und Oppositionspolitiker_innen, denen Landesverrat und andere Straftaten zur Last gelegt wurden. 2006 brachte Serkalem Fasil im Gefängnis ihren Sohn Nafkot zur Welt.

Friedliche Kritik an Unterdrückung der Pressefreiheit

Kurz vor seiner jüngsten Festnahme im September 2011 sprach Eskinder Nega bei einer Veranstaltung der Oppositionspartei über die Pressefreiheit. Er dachte laut nach, ob die Unruhen im Nahen Osten und Nordafrika auf Äthiopien übergreifen könnten. Einige Tage zuvor hatte er auch den Einsatz von Antiterrorgesetzen zur Unterdrückung von Regierungskritiker_innen kritisiert, die dann gegen ihn selbst eingesetzt wurden.

Unfaires Gerichtsverfahren

23 weitere Menschen wurden unter derselben und ähnlichen Anklagen zusammen mit Eskinder Nega vor Gericht gestellt. Alle bis auf zwei wurden verurteilt.

Das Gerichtsverfahren wies schwerwiegende Unregelmäßigkeiten auf, darunter Foltervorwürfe von mindestens einem Angeklagten, die nicht untersucht wurden. Schon zu Beginn des Verfahrens erklärte der Ministerpräsident die Angeklagten im staatlichen Fernsehen für schuldig und setzte damit das Gericht unter Druck, zu einem Schuldspruch zu kommen.

Helfen Sie mit.

Fordern Sie die unverzügliche und bedingungslose Freilassung des Journalisten.

Musterbriefe zum Runterladen: englisch, deutsch

Die Appellaktion für Eskinder Nega ist Teil des diesjährigen Briefmarathons.


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