Griechenland: Säureattacke gegen Gewerkschafterin darf nicht straffrei bleiben

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Aktion kann bis auf weiteres durchgeführt werden (allfällige Enddatum wird hier bekannt gegeben)


Lebensgefährliches Attentat

Konstantina Kouneva, eine aus Bulgarien stammende Geschichtelehrerin, die seit 2001 in Griechenland als Reinigungskraft arbeitet, wurde am 22. Dezember 2008 Opfer eines brutalen Säureattentats. Als Folge dessen verlor sie das Augenlicht auf einem Auge, und sieht auf dem anderem Auge eingeschränkt. Ihre Stimmbänder und Luftröhren sind geschädigt, und sie muss weiterhin in stationärer Behandlung bleiben, da sie noch mehrere Operationen benötigt.

Angriff wegen gewerkschaftlicher Aktivitäten

Das Säureattentat steht im Zusammenhang mit dem Einsatz von Konstantina Kouneva für bessere Arbeitsbedingungen. Als Generalsekretärin der Attica-Gewerkschaft der Reinigungskräfte trat Konstantina Kouneva gegen die Ausbeutung der ArbeiterInnen auf.

Amnesty International protestiert

Amnesty International fordert, dass die griechische Polizei die TäterInnen ausforscht und zur Verantwortung zieht. Zahlreiche Aktionen zur Umsetzung dieser Forderungen wurden gestartet, siehe auch die Webaktion vom 09.03.2009.

Amnesty International überreichte dem griechischen stellvertretenden Innenminister Hristos Markogiannakis über 22.000 Unterschriften (siehe http://www.amnesty.org/en/news-and-updates/good-news/over-20000-sign-petition-greek-trade-unionist-20090511).

Die griechischen Behörden versicherten, die Untersuchung der TäterInnen voranzutreiben - wie auch einige Amnesty-Mitglieder in Österreich aus Antwortschreiben auf ihre Appelle erfuhren.

Untätigkeit der Behörden

Doch im Juni 2009 entschied der zuständige Untersuchungsbeamte, die Ermittlungen einzustellen, obwohl die TäterInnen nicht ausgeforscht sind. Es liegt nun am Staatsanwalt, den Fall zu schließen und erneut einer/einem - dem gleichen oder einer/m anderen - Untersuchungsbeamtin/em zuzuweisen.

Die AnwältInnen der Gewerkschafterin befürchten eine Einstellung der Untersuchungen. Ihre Sorge wird durch Verzögerungen und Mängel in den bisherigen Ermittlungen begründet.

Helfen Sie mit.

Appellieren Sie an die griechischen Behörden und fordern Sie eine unverzügliche und unparteiische Aufklärung des Angriffs gegen Konstantina Kouneva und den Schutz weiterer MenschenrechtsverteidigerInnen vor ähnlichen Übergriffen.

Musterbriefe zum Runterladen


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