Griechenland: Flüchtlinge erhielten Zugang zu Transitlager

UA-016/2016
EUR 25/3309/2016
26. Januar 2016

Gültigkeit: Diese Aktion ist geschlossen.


Der Druck aus dem Ausland zeigte innerhalb kurzer Zeit Wirkung. Am 26. Jänner 2016 berichtete Amnesty International, dass die griechischen Behörden willkürlich Flüchtlingen den Zugang zu einem großen Transitlager an der Grenze zwischen Griechenland und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien verwehrten und rief zu einer Appellaktion auf.

Innerhalb weniger Tage konnte eine positive Veränderung erzielt werden. Die griechischen Behörden ließen Flüchtlinge, Asylsuchende und Migrant*innen in das Lager. Das große Transitlager, das für die kalten Temperaturen adäquat ausgestattet ist, ist nun voll ausgelastet.

Die Appellaktion wird geschlossen. Keine weiteren Aktionen sind derzeit zum Lager in Idomeni erforderlich. Amnesty International wird die Situation weiterhin beobachten und bei Bedarf erneut zu Aktionen aufrufen. Denn trotz des funktionierenden Transitlagers gibt die Lage an der griechisch-mazedonischen Grenze Anlass zur Sorge, da täglich Tausende weitere Flüchtlinge, Asylsuchende und Migrant*innen kommen und NGOs gefordert sind, die Basisversorgung für diese Menschen abzudecken.

Aktion zum Nachlesen


Die griechischen Behörden schränken den Zugang zu einem großen Transitlager an der Grenze zwischen Griechenland und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien willkürlich ein. Das Transitlager bietet für die herrschenden niedrigen Temperaturen angemessene Einrichtungen. Mit der Verweigerung des Zugangs wird das Wohlergehen Tausender Flüchtlinge, Asylsuchender und Migrant*innen gefährdet.

Menschen schlafen bei Minusgraden im Freien

Eine zeitweilige Grenzschließung und Einreiseeinschränkungen verlangsamen die Weiterreise Tausender Flüchtlinge, Asylsuchender und Migrant*innen, die versuchen über die nördliche Grenze Griechenlands in die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien zu gelangen. Die Betroffenen müssen an einer Tankstelle in der Stadt Polykastro in der griechischen Region Zentralmakedonien bei Temperaturen weit unter Null unter offenem Himmel schlafen. Die griechische Polizei schränkt ihren Zugang zu einem von nationalen und internationalen Organisationen betriebenen Transitlager in der griechischen Stadt Idomeni, 20 Kilometer von Polykastro entfernt, willkürlich ein.

Leeres MSF- und UNHCR-betriebenes Transitlager

Das Transitlager, welches bis zu 1.200 Menschen aufnehmen kann, bietet für die herrschenden niedrigen Temperaturen angemessene Einrichtungen. Nur ein Drittel der Kapazitäten des Lagers sind derzeit ausgelastet. Es war im September 2015 von der Organisation Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières - MSF) und dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR gegründet worden, um auf die unmittelbaren Bedürfnisse der Menschen reagieren zu können, welches die Grenze erreichen. Seit Mitte Dezember 2015 werden Flüchtlinge, Asylsuchende und Migrant*innen, die mit dem Bus Idomeni erreichen, von der Polizei zu der Tankstelle in Polykastro umgeleitet. Dort müssen sie unter sehr schlechten Bedingungen ausharren und unter freiem Himmel übernachten.

Tausende Flüchtlinge, Asylwerber*innen und Migrant*innen in Gefahr

Bis zu 4.000 Menschen werden pro Tag zu der Tankstelle gebracht. Angesichts der Wetterlage ist das Wohlergehen vieler Flüchtlinge, Asylsuchender und Migrant*innen, unter denen sich auch Kleinkinder befinden, gefährdet. Sie müssen sofort Zugang zu dem Transitlager in Idomeni erhalten, wo sie Unterkünfte, Essen und ganztägige medizinische Versorgung erhalten würden.

Bitte helft mit.

Fordern Sie die griechischen Behörden auf, Flüchtlingen, Asylsuchenden und Migrant*innen Zugang zu dem Transitlager in Idomeni ohne willkürliche Einschränkungen zu gewähren.

Musterbriefe und E-Mails zum Runterladen:


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