Guatemala: GewerkschafterInnen im Visier von Banden

AMR 34/011/2005
AMR-HRD 01/05
9. März 2005


Mordversuch an Gewerkschafter

Am 7. Jänner 2005 wurde Leonel Garcia Acuña, ein Gewerkschafter in einer Kleinstadt im Osten des Landes, tätlich angegriffen. Bewaffnete Männer schossen auf ihn, während sie sich gegenseitig anfeuern, den Gewerkschafter zu töten. Leonel Garcia Acuña gelang es zu fliehen und in einem nahegelegenen Dorf Schutz zu finden.

Steigende Aggression

Dem Mordversuch war eine Verbalattacke vorausgegangen: Eine Woche zuvor hatte in einem Treffen mit Unternehmern, bei dem Leonel Garcia Acuña in einem Arbeitskonflikt zu vermitteln versuchte, ein Arbeitgeber die Gewerkschaft als "den schlimmsten Typ von Feind" diffamiert.

MenschenrechtsverteidigerInnen in Gefahr

Immer wieder werden Menschenrechts- und soziale AktivistInnen, darunter zahlreiche GewerkschafterInnen, zur Zielschiebe von Banden, welche die Bevölkerung in Guatemala terrorisieren. Trotz zahlreicher Lippenbekenntnisse setzt die Regierung keine wirksamen Schritte, um die Straflosigkeit zu beenden, so dass illegale Banden weiterhin ungestraft Gewalt und Repression verbreiten können. In den ersten Monaten des Jahres 2005 haben die Angriffe auf AktivistInnen einen neuen traurigen Höhepunkt erreicht: Im Zeitraum von 1.1.2005 bis 25.2.2005 dokumentierte Amnesty International bei 26 Menschenrechts-verteidigerInnen Angriffe und Bedrohungen.

Helfen Sie mit

Appellieren Sie an die Behörden in Guatemala und fordern Sie wirksame Maßnahmen zum Schutz der MenschenrechtsverteidigerInnen und eine Ende der Straflosigkeit.

Musterbriefe an den Präsidenten: englisch | deutsch