Honduras: Neue Todesdrohungen gegen JournalistInnen

UA: 94/10
AMR 37/008/2010
30. April 2010

Aktion läuft bis 11. Juni 2010.


Die Repression gegen JournalistInnen in Honduras nimmt weiterhin zu: Mehrere JournalistInnen erhielten erst kürzlich Morddrohungen und wurden verfolgt:

In den letzten zwei Monaten wurden sechs JournalistInnen getötet, darunter:

Prekäre Menschenrechtslage nach dem Staatsstreich

Nach dem Putsch vom 28. Juni 2009 schlossen und besetzten Angehörige des Militärs die Büros mehrerer Medienunternehmen und gingen mit Gewalt vor allem gegen JournalistInnen vor, die Recherchen über die organisierte Kriminalität anstellten. MenschenrechtsverteidigerInnen und KritikerInnen des Putsches wurden bedroht und eingeschüchtert.

Bereits am 24. Juni 2009 hatte die Interamerikanische Menschenrechtskommission die honduranischen Behörden aufgefordert, ihm umgehend Schutz zu gewähren, aber die Behörden kamen der Aufforderung nicht nach.

Am 27. Januar 2010 übernahm eine neue Regierung unter Präsident Porfirio Lobo die Amtsgeschäfte.

Am Tag des Amtsantritts veröffentlichte Amnesty unter dem Titel "Honduras: Recommendations to the new Honduran government following the coup of June 2009" (AMR 37/003/2010) einen Bericht, in dem die während des Staatsstreichs begangenen Menschenrechtsverletzungen dokumentiert werden.

Helfen Sie mit.

Nach den tödlichen Anschlägen auf Journalisten innerhalb von kurzer Zeit ist die Regierung dringend gefordert, unverzüglich Maßnahmen zum Schutz bedrohter JournalistInnen zu ergreifen, weitere Anschläge zu verhindern und die für die bereits verübten Morde Verantwortlichen zu ermitteln und vor Gericht zu bringen.

Appellieren Sie an die Behörden.

Musterbrief zum Runterladen


zurück