Zitate aus der Veranstaltung "Im Schatten des Profits"


Im Schatten des Profits. Fußball-WM 2010

Sportriesen spielen ein eigenes Spiel. Dies war der bezeichnende Titel einer Veranstaltung, welche die Frauensolidarität in Kooperation mit der Amnesty-Arbeitsgruppe für verfolgte GewerkschafterInnen organisierte. Wir berichteten in unserem Blog darüber.

Zitate aus dieser Veranstaltung

Carla Erazo:
"Maquila steht für Prekarität, Ausbeutung, sexuelle Übergriffe, fehlende Vereinigungsfreiheit, fehlende Kollektivverhandlungen, Hungerlöhne, lange Arbeitszeiten."

Carlo Erazo:
"Viele Menschen in Honduras leben von weniger als 2 US-Dollar pro Tag."

Carla Erazo:
"Armut trifft Frauen stärker als Männer, weil sie die Verantwortung für die Versorgung und Betreuung der Kinder tragen."

Carla Erazo:
"Es erfolgt Diskriminierung aufgrund des Alters. Über 30 Jahre findest du keinen Job mehr in einer Maquila."

Gina Cano:
"Als wir nach dem Zwangsurlaub zu Beginn des Jahres 2009 zurückkamen, entdeckten wir, dass sie die Fabrik geschlossen hatten."

Gina Cano:
"Die Aktien, die sie uns statt der Abfertigung und des ausstehenden Lohnes gaben, waren nicht viel wert. Außerdem mussten wir dann noch Steuer darauf zahlen."

Gina Cano:
"Die Firma hatte uns zwar den Sozialversicherungsbeitrag vom Lohn abgezogen, aber nicht eingezahlt. Wir waren daher nicht krankenversichert. Uns ist es erst aufgefallen, als wir eine Kollegin in eine Notfallaufnahme brachten und sie dort nicht behandelt wurde."

Carlo Erazo:
"Auch StaatsanwältInnen, die versuchen, Menschenrechtsverletzungen aufzuklären, werden bedroht."

Carlo Erazo:
"Verhaltenskodexe der multinationalen Unternehmen sind freiwillig. Die Arbeiterinnen kennen sie nicht. Die Kodexe hängen irgendwo in einer Ecke, in kleiner Schrift, manchmal sogar in Spanisch, oft auch in englisch oder südkoreanisch." (Anmerkung: Konzernsprache der Investoren)

Carlo Erazo antwortet auf die Frage, ob es Vorzeigeunternehmen gibt:
"In Honduras gibt es kein Unternehmen, das sich seiner sozialen Verantwortung bewusst wäre."


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