Indonesien: ERFOLG: Gewerkschaftsführer freigelassen

AI Index: ASA 21/009/2006
Prisoners of Conscience Action 2006
aktueller Stand: 26. März 2007
Update: 29.8.2007


Wie Amnesty International mittlerweile bestätigt wurde, sind alle indonesischen Gewerkschaftsführer frei. Robin Kimbi und Masri Sebayang wurden im Mai 2007 freigelassen, Sruhas Towo kam gemeinsam mit Suyahaman, Safrudin und Akhen Pane frei.

Masri Sebayang drückte in einem SMS seine Dankbarkeit aus:

"Es ist uns ein Anliegen, Euch allen für die Hilfe und Unterstützung, die Ihr uns gegeben habt, zu danken. Wir fühlen uns so sehr in Eurer Schuld, aber nur Gott kann Euch das vergelten, was Ihr für uns getan habt." (Übersetzung AVG)

Danke für Ihre Hilfe. Es sind keine weiteren Aktionen nötig.


Aktion zum Nachlesen: Indonesien: Gewerkschaftsführer in Haft

Verhaftungen bei Streik

Robin Kimbi und Masri Sebayang wurden am 14. September 2005 während eines Streiks in der Palmölfabrik des indonesischen Unternehmens Musim Mas in der Provinz Riau (Sumatra) verhaftet, nachdem die Geschäftsleitung eine Anzeige bei der Polizei eingebracht hatte. Sruhas Towo, der wie seine beiden Kollegen ebenfalls Gewerkschaftsfunktionär in leitender Funktion ist, wurde einen Monat später, am 18. Oktober 2005, verhaftet.

Streik nach permanenter Gesprächsverweigerung

Ausschlaggebender Grund für die Ausrufung des Streiks war die dauerhafte Verweigerung der Geschäftsleitung, mit der zuständigen Gewerkschaft für holzverarbeitende Betriebe (Serikat Pekerja Perkayuan dan Perhutanan Indonesia, SP Katuhindo) Verhandlungen zur Umsetzung zentraler arbeitsrechtlicher Standards wie fairer Lohn und Mutterschutz aufzunehmen.

An dem Streik nahmen knapp tausend Gewerkschaftsmitglieder teil.

Vorgeschobene Anklagen

Robin Kimbi, Masri Sebayang und Sruhas Towo wurden wegen "Gewalt gegen Personen und Eigentum" angeklagt, obwohl keinerlei Hinweise auf Gewaltanwendung von ihrer Seite vorliegen.

Im Frühjahr 2006 wurden die drei Gewerkschafter zu Haftstrafen zwischen 14 Monaten und zwei Jahren verurteilt.

Grausame Haftbedingungen

Robin Kimbi, Masri Sebayang und Sruhas Towo befinden sich derzeit im Bangkinang-Gefängnis in der Provinz Riau und werden in 20 m2 großen Zellen, in denen 28 Männer eingesperrt sind, gefangen gehalten. Sie schlafen am Betonboden; körperliche Ertüchtigung sowie Besuche der Angehörigen werden von den Gefängniswärtern stark eingeschränkt.

Helfen Sie mit.

Amnesty International hält die Anklagepunkte für einen Vorwand, die dazu dienen, die Verurteilten an ihren gerechtfertigten gewerkschaftlichen Aktivitäten zu hindern, und erachtet die drei Gewerkschaftsführer als Gewissensgefangene.

Appellieren Sie an die Behörden und fordern Sie die unverzügliche und bedingungslose Freilassung von Robin Kimbi, Masri Sebayang und Sruhas Towo. Ihre Appelle sind dringend notwendig und können zur Freilassung der Gewerkschafter beitragen. Für drei weitere Gewerkschaftsführer (Suyahaman, Safrudin und Akhen Pane), die ebenfalls bei dem Streik verhaftet und danach verurteilt worden waren, öffneten sich aufgrund des internationalen Drucks Ende Oktober 2006 die Gefängnistore.

Adresse:
President Susilo Bambang Yudhoyono
President of the Republic of Indonesia
Istana Merdeka
Jakarta 10110
Indonesia

Online-Appell auf der Website des Präsidenten unter http://kontak.presidensby.info:8000/index.php
Folgende Felder ausfüllen: Nama = Name, Profesi = Beruf, Email = E-mail, Topik = Thema (z. B. "Appeal" oder "Robin Kimbi, Masri Sebayang, Sruhas Towo" reinschreiben), Pesan - hier den Musterbrief (max. 5000 Zeichen) einfügen. Unter "Masukkan kode yang ada di gambar" in den darunter liegenden Kasten den Zufalls-Code, der in dem grauen Kasten darüber angezeigt wird, eintippen und auf "Submit" drücken.

Musterbrief:

Your Excellency,

I kindly urge you to release immediately and unconditionally the trade union leaders Robin Kimbi, Masri Sebayang and Sruhas Towo. In addition, I call for the immediate and unconditional release of all prisoners of conscience in Indonesia who have been detained or imprisoned solely for the peaceful exercise of their right to freedom of opinion, belief, expression or association.

Please make public commitments that there will be no further arrests of individuals engaging in the peaceful exercise of their right to opinion, belief, expression or association.

Finally, I ask you to ensure that all detention conditions in Indonesia meet the UN Standard Minimum Rules for the Treatment of Prisoners.

Yours sincerely,


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