Iran: Die Repression gegen Gewerkschaften muss aufhören

AI Index: MDE 13/040/2009
30. April 2009


Anlässlich des Tages der Arbeit fordet Amnesty International die iranischen Behörden auf, die Repression gegen die unabhängigen GewerkschafterInnen zu beenden:

Amnesty International fordert weiters den Iran auf, friedliche 1. Mai-Kundgebungen nicht zu verbieten oder stören.

Freilassung von Mansour Ossanlu und Ebrahim Madadi

AI fordert die unverzügliche und bedingungslose Freilassung von Mansour Ossanlu und Ebrahim Madadi, führende Mitglieder der Teheraner Busgewerkschaft. Die Gewerkschafter wurden zu fünf bzw. drei Jahren Haft verurteilt. Siehe auch die Aktion zu Mansour Ossanlu

Revision der Verfahren gegen die Gewerkschafter der Zuckerfabrik HTSCC

AI fordert die Behörden auf, die Fälle der fünf führenden Mitglieder der Gewerkschaft der Zuckerrohrfabrik Haft Tapeh (Haft Tapeh Sugar Cane Company/HTSCC) zu prüfen und die Urteile aufzuheben. Im April 2009 wurden die fünf Gewerkschafter zu Haftstrafen von vier bis sechs Monaten plus zusätzliche sechs bis acht Monate bedingt verurteilt, weil sie am 1. Mai 2008 ausländischen JournalistInnen Interviews gaben. Darin schilderten sie die Arbeitsbedingungen in der Zuckerfabrik, was ihnen Anklagen wegen "Propaganda gegen das System" einbrachte. Die Gewerkschafter sind derzeit auf freiem Fuß und warten auf die Berufung. Siehe auch die Aktion zu Ali Nejati, Vorsitzender der Gewerkschaft.

1. Mai-Kundgebungen

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche 1.Mai-Kundgebungen gewaltsam aufgelöst, und TeilnehmerInnen zu Gefängnisstrafen verurteilt und ausgepeitscht.

Mehr Informationen

Weitere Informationen in der öffentlichen Erklärung von AI (im englischen Original):

Helfen Sie mit.

Nehmen Sie den ersten Mai als Anlass, um (erneut) an die iranischen Behörden zu appellieren.

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