Iran: Mansour Ossanlu benötigt nach Herzinfarkt adäquate medizinische Versorgung

IAR, Amnesty International UK
Update zu UA-130/2010-2
MDE 12/013/2011

Sie können sich bis Ende Februar 2011 an dieser Aktion beteiligen.


Am 11. Februar 2011 erlitt Mansour Ossanlu, Vorsitzender der nicht anerkannten Gewerkschaft der Teheraner Busfahrer, im Rajai Shahr-Gefängnis einen Herzinfarkt. Erst zwei Tage später wurde er in ein Krankenhaus überstellt, wo er mit Handschellen und Fußfesseln an das Bett gekettet wurde.

In den vorangegangenen Tagen wurde seiner Familie der Kontakt zu ihm stark eingeschränkt, und er durfte kaum an die frische Luft.

Besorgniserregender Gesundheitszustand

Amnesty International ist zutiefst über den Gesundheitszustand von Mansour Ossanlu und die katastrophalen Haftbedingungen besorgt.

Mansour Ossanlu wurde im Rajai Shahr-Gefängnis mehrmals medizinische Versorgung verwehrt, obwohl es der Gefängnisarzt dringend eingefordert hatte.

Teilerfolg bei Busfahrer-Gewerkschaft

Morteza Komzari und Ali Akbar Nazari, weitere Führungsmitglieder der Teheraner Busfahrer-Gewerkschaft, wurden am 29. Dezember 2010 nach fast zwei Monaten gegen Kaution aus der Haft entlassen. Ihnen droht jedoch nach wie vor ein Gerichtsverfahren.

Gholamreza Gholamhosseini, ein weiteres Mitglied der Gewerkschaft, der gemeinsam mit Morteza Komsari und Ali Akbar Nazari festgenommen wurde, befindet sich immer noch ohne Anklageerhebung oder Gerichtsverfahren in Haft.

Am 19. Dezember beendete Reza Shahabi Zakaria, der im Juni 2010 festgenommene Kassier der Gewerkschaft den Hungerstreik, in den er zwei Wochen zuvor aus Protest gegen seine Haft getreten war (siehe dazu die Urgent Action vom 10. Dezember 2010). Nach sieben Tagen wurde er aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes in ein Krankenhaus gebracht. Eine für den 26. Dezember angesetzte Gerichtsverhandlung wurde vertagt, da dem Anwalt des Gewerkschafters nicht ausreichend Zeit für die Akteneinsicht gewährt worden war.

Weitere Hintergrundinformation

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Helfen Sie mit.

Appellieren Sie an die Behörden und fordern Sie die unverzügliche Freilassung der Gewerkschafter sowie adäquate medizinische Versorgung.

Sie können auch an einem Online-Appell des Gewerkschaftsnetzwerks von Amnesty International UK teilnehmen: http://www.amnesty.org.uk/actions_details.asp?ActionID=628

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