Japan: Iwao Hakamada - 43 Jahre in der Todeszelle

IAR
10. Oktober 2011

Der 10. Oktober ist der Welttag gegen die Todesstrafe



Der 75-jährige Iwao Hakamada verbrachte die letzten 43 Jahre seines Lebens in der Todeszelle. Er lebt in der ständigen Angst, von einem auf den anderen Tag hingerichtet zu werden.

Zweifel an Schuld

Iwao Hakamada wurde im Jahr 1968 beschuldigt, seinen Arbeitgeber, dessen Frau und deren zwei Kinder ermordet und das Haus angezündet zu haben. Nach den 20 Tagen in Polizeihaft, in der er täglich 12 Stunden verhört und geschlagen wurde, gestand er, was man von ihm verlangte. Später widerrief er sein Geständnis.

Im Prozess wurden keine ausreichenden Beweise vorgelegt. Die Widersprüche reichen von der verschlossenen Haustüre, durch die Hakamada eingedrungen hätte sein sollen, zur blutigen Kleidung, die zu klein für den athletischen Mann war - um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Bedrohlicher Gesundheitszustand

Iwao Hakamada verbrachte er 28 Jahre seiner bislang 43-jährigen Gefängnisaufenthalts Einzelhaft. Als Folge dessen hat sich sein geistiger Zustand sehr verschlechtert.

Unmittelbare Exekution möglich

Iwao Hakamada könnte jederzeit hingerichtet werden - es sei denn, der Justizminister begnadigt ihn oder gewährt eine Wiederaufnahme des Verfahrens.

Etliche Appelle und Petitionen für eine Wiederaufnahme waren bislang erfolglos, obwohl sogar einer der Richter des ursprünglichen Prozesses 2007 öffentlich aussagte, dass er glaube, Hakamada sei unschuldig.

Iwao Hakamada ist einer der Verurteilten, der am längsten in der Todeszelle zugebracht hat.

Helfen Sie mit.

Iwao Hakamada darf nicht hingerichtet werden. Appellieren Sie an die japanischen Behörden.

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