Jemen: Keine Todesstrafe für Fatima Hussein Badi!

10.10.2013



Fatima Hussein Badi wurde im Jahr 2000 in einem unfairen Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt, weil sie ihren Ehemann umgebracht haben soll. Obwohl der Oberste Gerichtshof sie 2003 vom Vorwurf des Mordes freigesprochen hat, ist sie weiterhin in akuter Gefahr, hingerichtet zu werden.

Seit Jahren sitzt Fatima Hussein Badi, 50 Jahre alt, im Jemen in der Todeszelle. Die Mutter von vier Kindern schwebt in unmittelbarer Gefahr, hingerichtet zu werden.

Geständnis unter Folter

Fatima Hussein Badi und ihr Bruder Abdullah Hussein Badi wurden am 13. Juli 2000 verhaftet, weil sie im Verdacht standen, Fatimas Ehemann Hamoud Ali al-Jalal ermordet zu haben. Die Polizei verhörte Fatima Hussein Badi fünf Stunden lang, ohne dass ein Rechtsbeistand anwesend war. Als sie sich weigerte, den Mord zu gestehen, wurde ihr Bruder Abdullah vorgeführt – mit blutüberströmtem Gesicht. Man drohte ihr, sie in Anwesenheit des Bruders zu vergewaltigen. Um sie vor der Vergewaltigung zu schützen, soll ihr Bruder daraufhin die Tat gestanden haben.

Unfaires Gerichtsverfahren

Fatima und Abdullah Hussein Badi wurden im Februar 2001 zum Tode verurteilt. Die beiden Angeklagten verfügten während des Prozesses weder über einen Rechtsbeistand, noch konnten sie vor Gericht Stellung beziehen.

Freispruch von Mordanklage ohne Folgen

Im September 2003 befand der Oberste Gerichtshof, dass Fatima Hussein Badi sich zwar der Mithilfe, nicht aber des Mordes schuldig gemacht habe. Er reduzierte die Strafe daraufhin auf vier Jahre Haft. Nach einer Intervention durch den Staatspräsidenten und den Parlamentssprecher wurde der Fall erneut überprüft und die Reduzierung des Strafmaßes rückgängig gemacht. Fatima Hussein Badi ist damit weiterhin in Gefahr, hingerichtet zu werden.

Bruder wurde hingerichtet

Das Urteil gegen ihren Bruder wurde 2005 vollstreckt. Fatima Hussein Badi droht das gleiche Schicksal.

Im Oktober 2005 richtete Fatima Hussein al-Badi ein Gnadengesuch an den Staatspräsidenten, in dem sie ihn bat, das Todesurteil umzuwandeln, weil sie kein faires Gerichtsverfahren erhalten hatte. Dieses Rechtsmittel liegt seither dem Staatspräsidenten zur Entscheidung vor.

Wenn er es zurückweist, könnte Fatima Hussein al-Badi jederzeit hingerichtet werden.

Appellieren Sie an die Behörden im Jemen und fordern Sie, das Todesurteil gegen Fatima Hussein Badi in eine Haftstrafe umzuwandeln.

Musterbriefe: englisch, deutsch


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