Kambodscha: BewohnerInnen von Gruppe 78

09. Dezember 2008


150 Familien droht Zwangsevakuierung


Bewohnerin von "Gruppe 78"
mit Zeichnung ihres Grundstücks
© CLEC

Seit Juni 2006 droht die Stadtverwaltung von Phnom Penh rund 150 Familien auf dem Gelände, das unter dem Namen "Gruppe 78" bekannt ist, mit Zwangsräumung.

Die BewohnerInnen haben mehrmals bei der Gemeinde angesucht, um ihren Anspruch auf Eigentum an diesem Land geltend zu machen. Sie legten die erforderlichen Dokumente vor, um nachweisen, dass lange genug dort wohnen, um Rechtsanspruch auf das Land erworben zu haben.

Das Bezirksamt kündigte mehrmals Zwangsräumungen an, allerdings ohne richterlichen Beschluss und unter Angabe widersprüchlicher Begründungen. Die Familien sollen in Andong angesiedelt werden - weit entfernt vom Zentrum Phom Penh, eine Armutssiedlung ohne Kanalisation, wo schon Tausende Menschen zwangsangesiedelt wurden.

Die BewohnerInnen des "Gruppe 78"-Geländes sind arme StraßenverkäuferInnen, LehrerInnen oder einfache BeamtInnen. Die Transportkosten von Andong zu ihrem Arbeitsplatz würden ihren täglichen Lohn bedeutend übersteigen.

Mittels Eingaben und Petitionen bei lokalen und nationalen Behörden bemühen sich die BewohnerInnen des "Gruppe 78"-Geländes, die Zwangsräumungen zu verhindern. ArchitekturstudentInnen wurden eingeladen, um Ideen für die Gestaltung ihrer Gegend zu entwickeln.

Helfen Sie mit.

Appellieren Sie an die Behörden, damit diese nicht die Zwangsräumungen durchführen, sondern stattdessen in Absprache mit den BewohnerInnen alternative Lösungen entwickeln.

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