Kasachstan: Die Rechte der streikenden ÖlarbeiterInnen müssen gewahrt werden

AI Index: EUR 57/004/2011
22. Juli 2011


Amnesty International fordert die kasachischen Behörden auf, die Rechte der ÖlarbeiterInnen, die seit Monaten im Südwesten des Landes protestieren, zu wahren. Die Organisation schrieb an die Behörden, um ihre Besorgnis über die Behandlung der ÖlarbeiterInnen und der RechtsvertreterInnen auszudrücken.

Seit Mai 2011 halten Tausende ArbeiterInnen der Ölindustrie Streiks und öffentliche Protestkundgebungen ab, um ihren Forderungen nach mehr Lohn und besseren Arbeitsbedingungen sowie der Vertretung durch eine unabhängige Gewerkschaft Nachdruck zu verleihen. Die Behörden lösten immer wieder mit übermäßiger Gewalt die Proteste auf. PolizistInnen drohten, beleidigten und verprügelten auch die Ehefrauen und weitere weibliche Angehörigen, um über die Frauen Druck auf die Arbeiter auszuüben.

Führende GewerkschafterInnen bzw. ihr Rechtsbeistand wurden verhaftet. Am 24. Mai 2011 wurde Natalia Sokolova, eine Anwältin und Arbeitsrechtsaktivistin, wegen angeblicher Organisation einer Massenkundgebung zu einer kurzen Nachhaltehaft verurteilt. Sie wurde dann aber nicht freigelassen, sondern angeklagt, "soziale Unruhe zu schüren" - ein Tatbestand, auf dem sieben Jahre Haft stehen.

Akzhanat Aminov, ein unabhängiger Gewerkschaftsführer, wurde am 30. Juni 2011 verhaftet und mehrere Tage in Isolationshaft gehalten. Er befindet sich seit Monaten in Haft, auch er wird des Schürens von sozialer Unruhe bezichtigt.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der öffentlichen Erklärung von Amnesty International (im englischen Original):
http://www.amnesty.org/en/library/asset/EUR57/004/2011/en/58f450a9-5a84-4582-929f-195cbfdbb31e/eur570042011en.pdf


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