Kolumbien: Morddrohungen gegen GewerkschafterInnen und weitere MenschenrechtsverteidigerInnen

UA 293/09
Index: AMR 23/25/2009
3. November 2009

Die Aktion läuft bis 15. Dezember 2009.


Sechs AktivistInnen, darunter zwei Gewerkschafter, haben Morddrohungen von einer paramilitärischen Gruppe erhalten. Sie alle sind in Lebensgefahr.

Fax der Schwarzen Adler

Die Morddrohung traf am 22. Oktober 2009 per Fax im regionalen Büro des kolumbianischen Gewerkschaftsbundes CUT (Central Unitaria de Trabajadores) in Valle del Cauca ein.

Unterzeichnet hatte sie die paramilitärische Gruppe "Neue Schwarze Adler" (Aguilas Negras Nueva Generación).

Die Drohung richtete sich namentlich gegen fünf Personen, darunter die beiden Gewerkschafter Eduar Villegas and Diego Escobar und den Vertreter einer NGO für die Rechte von Indigenen, José Goyes, der bereits einen Angriff auf sein Leben überlebt hatte.

In dem Fax wurden die AktivistInnen als UnterstützerInnen der Guerillas diffamiert, und die Paramilitärs kündigten an, den Kampf gegen soziale Organisationen auszuweiten. Die genannten Personen und Organisationen wurden auch beschuldigt, den wirtschaftliche Fortschritt der Region zu verhindern: "Diese Bürokraten lassen Cauca sich nicht entwickeln, weil sie den multinationalen Unternehmen, die den Gemeinden Nutzen bringen, den Zutritt verwehren."

Helfen Sie mit.

Appellieren Sie an die Behörden und fordern Sie Schutz für die bedrohten AktivistInnen.

Musterbriefe zum Runterladen


zurück