Kolumbien: Frauenorganisation erhält Morddrohungen von Paramilitärs

UA: 29/10
AMR 23/004/2010
4. Februar 2010

Die Aktion läuft jedenfalls bis 4. März 2010.


Die Frauenorganisation Corporación Sisma Mujer aus Bogotá erhielt am 27. Jänner 2010 ein E-Mail mit einer Morddrohung.

Paramilitärs terrorisieren Zivilgesellschft

Absender war die paramilitärische Gruppe Zentralblock der Schwarzen Adler Wahrheit und Tod (Bloque Central de las Aguilas Negras Verdad y Muerte).

In dem E-Mail drohten die Paramilitärs: "Wir erklären weiterhin als militärisches Ziel und [sic] den Vernichtungsplan gegen jene Guerillasanführer, die hinter der Fassade von NGOs und Organisationen für vertriebene Menschen sich verbergen, die unter dem Banner des Menschenrechteparadigma helfen und welche die Politik der Regierung verhindern" ( Continuamos declarandolos objetivo militar y [sic] plan de eliminación contra los líderes guerrilleros que se cubren el rostro con la fachada de ONG y Organizaciones de desplazados y quines les ayudan bajo el paradigma de defensores de derechos humanos y quienes obstaculizan la politica del gobierno).

Das E-Mail enthielt eine Liste, in der mehr als 30 Personen namentlich angeführt waren. Die betrifft Menschen, die mit Gemeinschaften arbeiten, welche aufgrund des bewaffneten Konflikten von ihrem Zuhause vertrieben worden waren.

Gefährliche Arbeit für vertriebene Menschen

Corporación Sisma Mujer hat bereits am 17. November 2009 ein Drohung per E-Mail erhalten.

Die Frauenorganisation unterstützt seit mehr als einem Jahrzehnt Frauen in Kolumbien, insbesondere arbeitet sie mit und für Gemeinschaften, die wegen des bewaffneten Konflikts vertrieben wurden. In Kolumbien wird die Zahl der Vertriebenen zwischen drei und vier Millionen geschätzt.

Im September 2009 hat Corporación Sisma Mujer Frauen unterstützt, die mit Vertriebenen arbeiten und die gerade mit der Regierung über ein landesweites Treffen dieser Frauen verhandelten. Das Treffen fand in der Folge, vom 8.-10. Oktober 2009, statt. Am 29. Oktober 2009 erhielten einige Organisationen, die daran beteiligt waren, eine Morddrohung der paramilitärischen Gruppe der Schwarzen Adler.

Helfen Sie mit.

Bitte appellieren Sie so rasch wie möglich an die kolumbianischen Behörden und fordern Sie Schutz für die Frauen.

Adressen:

Präsident
Señor Presidente Álvaro Uribe Vélez
Presidente de la República
Palacio de Nariño
Carrera 8 No.7-26
Bogotá, Colombia

Fax: +57 1 337 5890
Anrede: Dear President Uribe /
Excmo. Sr. Presidente Uribe
Staatsanwalt
Dr. Guillermo Mendoza Diago
Fiscal General de la Nación (e)
Diagonal 22B
(Av. Luis Carlos Galán No. 52-01)
Bloque C
Piso 4, Bogotá
Colombia

Fax: +57 1 414 9108
Anrede: Dear Attorney General /
Estimado Sr. Fiscal General

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