Kolumbien: Neue Morddrohungen für Menschenrechtsverteidigerin Ingrid Vergara

UA: 301/09
Index: AMR 23/036/2010
3. Dezember 2010

Sie können an der Aktion bis 13. Jänner 2011 teilnehmen.



Ingrid Vergara © MOVICE

Menschenrechtsverteidigerin Ingrid Vergara und ihre Familie sind in Gefahr. In letzter Zeit haben die Drohungen gegen sie zugenommen. Am 1. Dezember 2010 überfielen zwei bewaffnete Männer ihr Haus, als ihre Mutter und ihre 15-jährige Tochter Cendy Torres Vergara zu Hause waren.

Überfall zu Hause

Die Männer nahmen die Festplatte und den Monitor des Computers mit. Auf der Festplatte befanden sich Informationen über eine Landfrage, insbesondere Dokumentation für eine öffentliche Veranstaltung, die für 3. Dezember 2010 angesetzt war.

Zunehmende Bedrohung

Der Vorfall reiht sich in zunehmende Bedrohungen und Einschüchterungen in den letzten Wochen ein. Am 20. November 2010 hatte Ingrid Vergara einen Drohanruf auf ihrem Mobiltelefon erhalten; sie solle sich nicht in die Landfragen einmischen.

Ingrid Vergara ist die Sprecherin von MOVICE, einer Organisation, die sich für Wahrheit, Gerechtigkeit sowie Entschädigung für die Opfer von Menschenrechtsverletzungen einsetzt, die durch die Sicherheitskräfte und ihre paramilitärischen Verbündeten während des langjährigen bewaffneten Konflikts in Kolumbien begangen wurden. Wie andere Mitglieder von MOVICE hat Ingrid Vergara solche Menschenrechtsverletzungen öffentlich verurteilt. Ein MOVICE-Mitarbeiter wurde im Mai 2010 erschossen.

Weitere Informationen

Ingrid Vergara ist einer der Menschen in Gefahr, für die sich Amnesty International Österreich einsetzt: http://www.amnesty.at/aktiv_werden/menschen_in_gefahr/ingrid_vergara_erhaelt_morddrohungen/

Artikel in der AKVISTIN, Zeitschrift des Amnesty-Netzwerks Frauenrechte:

Helfen Sie mit.

Apppellieren Sie an die Behörden. Fordern Sie wirksame Schutzmaßnahmen für Ingrid Vergara. Schreiben Sie auf Spanisch, Englisch oder Deutsch.

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