Kolumbien: Paramilitärs bedrohen GewerkschafterInnen

UA: 52/11
AMR 23/003/2011
3. März 2011

Diese Aktion läuft jedenfalls bis 13. April 2011.


Führende Mitglieder von Gewerkschaften, Menschenrechtsorganisationen und NGOs erhielten eine Morddrohung von der paramilitärischen Gruppierung AU-ERPAC.

Morddrohung war in einem Flyer verpackt

Am 16. Februar 2011 fand eine Veranstaltung in Bugalagrande im Südwesten Kolumbiens statt, um der Opfer von Paramilitärs zu gedenken. Während der Kundgebung wurden Folder unter die Leute gebracht, in denen mehrere Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen als Guerillas bezeichnet und ihre Mitglieder mit dem Tode bedroht wurden.

Mehrere Gewerkschaften wurden angesprochen

Konkret wurden Mitglieder der Nahrungsmittelgewerkschaft SINALTRAINAL (Sindicato Nacional de Trabajadores de la Industria de Alimentos) namentlich bedroht. Die angesprochenen GewerkschafterInnen hatten in der Vergangenheit im Ausland auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht.

Weiters wurden in der Morddrohung die Gewerkschaft der GemeindearbeiterInnen sowie eine Organisation für die Rechte der LandarbeiterInnen (Asociación Campesina del Centro del Valle, ACACEVA) angesprochen. Letztere Organisation gibt es gar nicht mehr; in Folge der Gewalt seitens der Paramilitärs hatte sie sich aufgelöst; einige Mitglieder arbeiten nun bei einer anderen Organisation (Asociación para el desarrollo social integral, ECATE) mit.

Dauerhafte Bedrohung für GewerkschafterInnen

Kolumbien zählt zu den gefährlichsten Ländern für GewerkschafterInnen. Vergangenes Jahr 2010 wurden 51 GewerkschafterInnen ermordet.

Die Gewerkschaft SINALTRAINAL steht dauerhaft im Visier der Paramilitär (siehe auch das Info- und Aktionsblatt und Urgent Actions in der Vergangenheit).

Helfen Sie mit.

Appellieren Sie an die Behörden und fordern Sie Schutz für die GewerkschafterInnen und Mitglieder der NGOs sowie eine lückenlose Aufklärung der Morddrohungen.

Musterbriefe zum Runterladen


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