Kolumbien: Mitglieder der Nahrungsmittelgewerkschaft SINALTRAINAL in Gefahr

1. Mai-Aktion 2011
Gültigkeit: Sie können an dieser Aktion bis Ende Juli 2011 teilnehmen.


Edgar Paez und Alfonso Barón

„Bitte leiten Sie unseren tiefen Dank an Ihre Mitglieder weiter und teilen Sie ihnen mit, wie wertvoll ihre Solidarität für uns ist. Es ist eine bedeutende Motivation für uns, als Gewerkschaft weiterzumachen.“ (Edgar Paez, SINALTRAINAL).

Mitglieder der Gewerkschaft der NahrungsmittelarbeiterInnen SINALTRAINAL und ihre Familienangehörigen erhalten regelmäßig Morddrohungen von paramilitärischen Gruppen. Immer wieder fallen GewerkschafterInnen Morden zum Opfer.

Kolumbien ist das gefährlichste Land für GewerkschafterInnen

Seit ihrer Gründung im Jahr 1982 wurden mindestens 23 Mitglieder von SINALTRAINAL ermordet, zuletzt Gustavo Gómez am 21. August 2009. Er wurde in seinem Haus von zwei Männern erschossen.

Seit Beginn der 1990er Jahre wurden in Kolumbien über 2.000 GewerkschafterInnen ermordet. Vielfach gingen Todesdrohungen voraus – mehr als 3.400 Morddrohungen seit 1991.

Im Visier der Paramilitärs

Die TäterInnen sind in vielen Fällen Mitglieder paramilitärischer Gruppen. Offiziell wurden im Rahmen des Friedensprozesses 30.000 Paramilitärs demobilisiert, trotzdem begehen die „schwarzen Adler“ (aguilas negras), wie sich die demobilisierten Paramilitärs nennen, weiterhin Menschenrechtsverletzungen – und das ungestraft.

Verbesserungen sind nicht ausreichend

Wenngleich die Statistik einen Rückgang der Morde an GewerkschafterInnen (dennoch erschreckende Daten –Jahr 2010: 51 Morde an GewerkschafterInnen, Jänner-März 2011: 9 Morde) zeigt und die Regierung einigen GewerkschafterInnen Schutzmaßnahmen (z.B. Leibwächter) bereit stellte, hat sich strukturell nichts geändert.

Weitere Informationen

Info- und Aktionsblatt zum Download

Regelmäßig Urgent Actions zu GewerkschafterInnen in Kolumbien, siehe zuletzt zu Morddrohungen zur SINALTRAINAL

Helfen Sie mit.

Mitglieder der SINALTRAINAL und weiterer Gewerkschaften sind weiterhin in Gefahr. Fordern Sie adäquaten Schutz für die GewerkschafterInnen.

Musterbriefe zum Runterladen

Eine Aktion zur SINALTRAINAL ist auch Inhalt des diesjährigen Aktionspaketes zum 1. Mai der Amnesty-Arbeitsgruppe für verfolgte GewerkschafterInnen. Sie können dieses inkl. Appellbriefe auf dieser Website unter ACTIVITY --> Aktionen zum 1. Mai herunterladen.


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