Kolumbien: Morddrohungen gegen GewerkschafterInnen und andere AktivistInnen

UA-252/2012
AMR 23/030/2012
24. August 2012

Gültigkeit: Sie können an dieser Aktion bis 5. Oktober 2012 teilnehmen.



Theaterstück von Binnenvertriebenen in Barrancabermeja: © UNHCR/P. SMITH/10.2002

LGBTI-AktivistInnen, GewerkschafterInnen, Opferverbände und MenschenrechtsverteidigerInnen in Barrancabermeja im Norden Kolumbiens haben erneut Morddrohungen von Paramilitärs erhalten.

Flyer mit Morddrohung im NGO-Büro abgegeben

Am 18. August 2012 wurde ein Flyer der paramilitärischen Gruppe "Rastrojos Comandos Urbanos" beim Büro der kolumbianischen NGO "Gente en Acción" (Menschen in Aktion) in Barrancabermeja im Departamento Santander hinterlegt. In dem Flyer werden verschiedene AktivistInnen namentlich genannt, darunter Ovidio Nieto Jaraba von Gente en Acción; William Mendoza, Vorsitzender der kolumbianischen Nahrungsmittelgewerkschaft SINALTRAINAL (Sindicato Nacional de Trabajadores del Sistema Agroalimentario) in Abteilung Barrancabermeja und Himad Abdala Choser, eine lokaler Menschenrechtsaktivist.

Drohung nach LGBTI-Kundgebung

Die Paramilitärs werfen den Betroffenen vor, "Protestmärsche provoziert und organisiert" und die Guerilla unterstützt zu haben. In dem Flugblatt heißt es weiter: "Es wird nicht mehr gedroht, jetzt wird gehandelt ... Wir bringen alle Organisationen erneut unter unsere Kontrolle". Danach wurden die von den Morddrohungen Betroffenen aufgelistet. Diese ist die jüngste von mehreren Drohungen nach einer LGBTI-Demonstration am 27. Juli 2012 in Barrancabermeja.

Weitreichende Morddrohungen

Andere lokale Organisationen wurden in dem Flyer ebenfalls bedroht: die Regionale Menschenrechtsorganisation CREDHOS (Corporación Regional para la Defensa de los Derechos Humanos), der Verband der Opfer staatlicher Verbrechen in der Region Magdalena Medio ASORVIMM (Asociación de Victimas de Crímenes de Estado del Magdalena Medio), die Kleinbauervereinigung des Cimitarra-Flusstals ACVC (Asociación Campesina del valle del Río Cimitarra) und der Verband Binnenvertriebener in der Gemeinde Barrancabermeja ASODESAMUBA (Asociación de Desplazados Asentados en el Municipio de Barrancabermeja).

Helfen Sie mit.

Appellieren Sie an die kolumbianischen Behörden und fordern Sie die Sicherheit der bedrohten Personen.

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