Kolumbien: OFP-Aktivistin ermordet


Wie die in Barrancabermeja ansässige Organización Femenina Popular (OFP) in einer Aussendung vom 16. Oktober 2003 mitteilen musste, wurde eine ihrer Mitarbeiterinnen brutal von Paramilitärs ermordet: Die 40 jährige Esperanza Amarís Miranda, Mitarbeiterin der OFP seit dem Vorjahr, wurde am 16. Oktober 2003 gegen 19:30 Uhr von 3 bewaffneten Paramilitärs von zu Hause abgeholt und in ein Auto gezwängt. Ihre 21 jährige Tochter wollte die Entführung verhindern, klammerte sich am Auto fest und wurde 200 Meter mitgeschleift. 5 Minuten später wurde der leblose Körper von Esperanza Amarís Miranda vor einer Schule auf der Straße aufgefunden.

In der selben Aussendung weist die OFP darauf hin, dass allein im heurigen Jahr in Barrancabermeja 94 Menschen ermordet und 56 entführt wurden, wobei die Täterschaft in den meisten Fällen bei den Paramilitärs liegt. Die Stadt wird seit Jahren von paramilitärischen Einheiten kontrolliert.

Die AI-Arbeitsgruppe für verfolgte GewerkschafterInnen führt eine dauerhafte Kampagne zum Schutz der OFP-MitarbeiterInnen und AktivistInnen in Barrancabermeja durch. Bitte nehmen Sie diesen ungeheuerlichen Vorfall zum Anlass, um wieder einmal an die kolumbianischen Behörden zu appellieren.


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