Kolumbien: ORGANIZACIÓN FEMENINA POPULAR



Im Visier der Paramilitärs

Die Organización Femenina Popular (OFP) ist eine Frauenvereinigung in Barrancabermeja, einer Erdölstadt in der Magdalena Medio-Region. Ihre 1.200 Mitglieder setzen sich für soziale Anliegen, Frauenrechte und Frieden ein. Wegen dieser Forderungen sind die Aktivistinnen Zielscheibe der von der Regierung unterstützten Paramilitärs, welche die Frauen mit dem Tod bedrohen. Mitglieder der OFP wurden bereits von den Paramilitärs entführt und ermordet.

Chronologie

"Frauen werden nicht schweigen."
Aus einem Kommuniqué der OFP, Frühjahr 2002

Regionale Basisarbeit für Frauen- und soziale Rechte

Die Organización Femenina Popular (OFP), eine Basisorganisation zur Unterstützung der arbeitenden Frauen, wurde 1972 in der Stadt Barrancabermeja gegründet. Seit 1995 werden ihre Mitglieder in der gesamten Region von Magdalena Medio tätig.

Aktivitäten

Die Organización Femenina Popular (OFP) deckt ein weites Tätigkeitsspektrum ab:

Zentren der Arbeit: die Frauenhäuser

Zentrale Orte der OFP sind ihre "Frauenhäuser" (Casas de la Mujer): Treffpunkt für die Frauen, Veranstaltungsort und Arbeitsstätte. Die "Frauenhäuser" bieten auch Unterschlupf für Familien, die aus Angst vor Übergriffen der Paramilitärs aus ihren Häusern geflohen sind.

NEIN zum Krieg

In Kolumbien herrscht seit 38 Jahren Bürgerkrieg zwischen der Regierungsarmee und paramilitärischen Gruppen auf der einen Seite und der Guerilla auf der anderen Seite. Leidtragende des Konflikts ist die Zivilbevölkerung.

Gemeinsam mit anderen Frauenorganisationen organisierte die Organización Femenina Popular die Groß-Kundgebung "Movilización Internacional de Mujeres" von 14. bis 17. August 2001, die ein klares Zeichen gegen Gewalt und Krieg setzte.

Helfen Sie mit

Schicken Sie den Protestbrief ab oder faxen Sie ihn an den Präsidenten von Kolumbien. Geben Sie rechts oben Ihre Anschrift bekannt und unterschreiben Sie den Brief.