Kolumbien: Österreichischer Botschafter zu Besuch in Barrancabermeja

Nachdem der österreichische Botschafter in Kolumbien, Hans-Peter Glanzer, im vergangenen Dezember in Begleitung von Jackelina Rojas die OFP-Frauen in Bogotá besucht hat, stattete er am 6. Februar dem zentralen Sitz der Organisation in Barrancabermeja einen Besuch ab. Das ist ein mutiger und für die Frauen der OFP sehr wichtiger Schritt, signalisiert es doch für die politische Öffentlichkeit in Kolumbien eine starke internationale Unterstützung für die Frauenorganisation.

Bei einem Arbeitsessen in einem der OFP-Frauenhäuser unterhielt sich Herr Glanzer mit Delegierten aus verschiedenen Sektoren der Stadt. Sie berichteten ihm über die komplizierte Lage in der Stadt. In den ersten fünf Wochen dieses Jahres gab es 20 selektive Morde in der Stadt, und die Frauen sind sehr verschreckt, denn ständig patrouillieren bewaffnete und maskierte Männer auf Motorrädern durch die Viertel. Vielleicht handelt es sich um Auseinandersetzungen in kriminellen Kreisen.

In einem Gespräch mit MedienvertreterInnen erklärte der Botschafter, er fahre sehr besorgt über das, was sich in Barrancabermeja abspielt, wieder weg, „doch es gibt auch Hoffnung, so lange Organisationen wie die OFP ihre so wichtige Arbeit fortsetzen“.

Er hat den Frauen der OFP auch versprochen, sie mit kleinen Projekten in Bogotá und Barrancabermeja zu unterstützen und einen Fonds für das Volksküchen-Programm zu gründen. Sie luden ihn ein zur Eröffnung des neuen Büros in Bucaramanga, in dem dann Yolanda Becerra arbeiten wird. Aus Gründen der Gefährdung in Barrancabermeja hat sie beschlossen, das Büro in Bucaramanga zu übernehmen.

Die Organisación Femenina Popolar sucht weiterhin FreundInnen und Freunde in aller Welt. Bitte helfen Sie mit und unterschreiben Sie im Online-Formular.

Zusammenfassung: Werner Hörtner
11. Februar 2008


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