Indonesien / Malaysia / Thailand: Flüchtlinge auf See weiterhin in Lebensgefahr

UA-108/2015-1
ASA 01/1701/201
21. Mai 2015

Gültigkeit: Sie können an der Aktion bis jedenfalls 2. Juli 2015 teilnehmen.



Obwohl Malaysia mittlerweile Such- und Rettungseinsätze eingeleitet hat, befinden sich weiterhin Tausende Flüchtlinge und Migrant_innen vor den Küsten von Thailand, Malaysia und Indonesien in Lebensgefahr. Malaysia und Indonesien haben zugestimmt, Notunterkünfte für die Betroffenen zur Verfügung zu stellen.

Bis zu 4.000 Menschen befinden sich noch immer in Booten auf offener See. Malaysia hat am 21. Mai Such- und Rettungseinsätze eingeleitet, doch es ist bislang das einzige Land in der Region, das diese Maßnahmen ergriffen hat. Am 20. Mai kündigten Malaysia und Indonesien an, Notunterkünfte für bis zu 7.000 Flüchtlinge und schutzbedürftige Migrant_innen zur Verfügung stellen zu wollen. Thailand schloss sich dem nicht an und nannte als Grund Bestimmungen des inländischen Rechts. Jedoch versprach das Land, den Menschen auf den Booten humanitäre Hilfe zukommen zu lassen und Migrant_innen in thailändischen Gewässern nicht zurückzuschicken.

Dies sind positive Entwicklungen. Es ist jedoch unklar, wie die Länder diese neuen Maßnahmen umsetzen und sicherstellen wollen, dass sie mit internationalen Menschenrechtsnormen vereinbar sind.

Menschen seit über zwei Monaten auf offener See

Sollten keine Such- und Rettungseinsätze zur Bergung von Migrant_innen auf Booten durchgeführt werden, würden Tausende weiterhin in Lebensgefahr schweben. Viele befinden sich seit mehr als zwei Monaten auf offener See und benötigen dringend Nahrung, Wasser und medizinische Versorgung. Mindestens 2.800 Personen haben in diesem Monat bereits Indonesien und Malaysia erreicht. Einige von ihnen sind direkt nach ihrer Ankunft in Haft genommen worden. Sie könnten entgegen internationalen Menschenrechtsnormen in Länder zurückgeschickt werden, in denen ihr Leben oder ihre Rechte in Gefahr sind.

Unter den Tausenden, die aus Myanmar und Bangladesch geflüchtet sind, befinden sich schutzbedürftige Migrant_innen, Opfer des Menschenhandels und Flüchtlinge, zu denen auch Angehörige der muslimischen Rohingya gehören, die in Myanmar unter schwierigen Umständen leben und diskriminiert werden. Die Rechte dieser Menschen müssen ungeachtet ihres Rechtsstatus, ihres Einreiseweges oder ihres Herkunftslandes geschützt werden. Niemand darf allein wegen der Art der Einreise inhaftiert, verfolgt oder anderweitig bestraft werden.

Helfen Sie mit.

Fordern Sie von Schutz für die Migrant_innen und Flüchtlinge.


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