Erfolg: Mexiko - Gerechtigkeit für Valentina Rosendo Cantú



Valentina Rosendo Cantú

"Der mexikanische Staat erkennt die internationale Verantwortung für die Menschenrechtsverletzungen im Fall Valentina Rosendo Cantú an." So lautete ein Teil der Entschuldigung, die der mexikanische Innenminister, Alejandro Poiré am 15. Dezember 2011 während eines öffentlichen Aktes für Valentina Rosendo Cantú verlas. Damit erfüllte der mexikanische Staat einen Teil des zu diesem Fall ergangenen Urteils des Interamerikanischen Gerichtshofes für Menschenrechte.

Valentina Rosendo Cantú wurde im Alter von 17 Jahren im Februar 2002 in der Nähe ihres Wohnortes von Soldaten mit Waffen bedroht, geschlagen und vergewaltigt. Sie erstatte Anzeige, die Militärjustiz zog die durch die lokale Staatsanwaltschaft eingeleiteten strafrechtlichen Verfahren jedoch an sich. Statt ihre Vorwürfe, sowie die von Inés Fernández Ortega, einer zweiten Frau, die einen Monat später ein ähnliches Schicksal erlitt, gründlich zu untersuchen und die Täter zu ermitteln, versuchte die Militärstaatsanwaltschaft, ihre Aussagen als unglaubwürdig erscheinen zu lassen und wollte die Ermittlungen einstellen.

Die Arbeitsgruppe für verfolgte GewerkschafterInnen hatte sich im Rahmen der diesjährigen Grußaktion für für Valentina Rosendo Cantú und Inés Fernández Ortega eingesetzt.

"Der Kampf geht weiter"

Die Anerkennung der Verantwortung durch die mexikanische Regierung ist für Valentina Rosendo Cantú ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Gerechtigkeit. Der endgültige Weg dorthin ist jedoch noch sehr weit: Die Verantwortlichen wurden noch nicht ermittelt und müssen zur Rechenschaft gezogen werden. In vielen weiteren ähnlichen Fällen gibt es noch keine Erfolge zu verzeichnen.

"Der Kampf ist noch nicht zu Ende. Diese Nachricht geht an alle Frauen: Kämpft weiter und gebt nicht auf, beendet die Kette der Straflosigkeit", sagte Valentina Rosendo Cantú am 15. Dezember 2011 während des für sie veranstalteten öffentlichen Aktes.


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