Mosambik: Umstrittenes frauenrechtswidriges Gesetz verhindert, aber Schutz für Frauenrechte weiter ausbauen

UA-042/2014-1
AFR 41/002/2014
25. März 2014

Gültigkeit: Sie können an der Aktion bis 6. Mai 2014 teilnehmen.



Eine parlamentarische Kommission hat entschieden, einen umstrittenen Paragraphen in einem Gesetzentwurf zu streichen. Der Entwurf sah vor, dass Vergewaltiger nicht strafrechtlich belangt werden, wenn sie die Vergewaltigte heiraten.

Ein Erfolg

Dies ist ein Erfolg! Amnesty International hatte sich gegen den umstrittenen Paragraphen eingesetzt, unter anderem auch das Netzwerk Arbeit, Wirtschaft und soziale Rechte: 20140308.htm

Weiterhin Druck erforderlich

Obwohl die Behörden angekündigt haben, den Paragraphen zu streichen, enthält der Gesetzentwurf immer noch eine Bestimmung, die Strafverfolgung nur ermöglicht, wenn die Überlebende sexueller Gewalt, ein Elternteil oder Vormund oder eine Person, mit der sie zusammenleben, Anzeige erstattet. In vielen Fällen könnten Überlebende sexueller Gewalt durch Scham, Angst oder den Druck Dritter davon abgehalten werden, Anzeige zu erstatten. Die Strafverfolgung von der Erstattung einer Anzeige abhängig zu machen, wird vermutlich dazu führen, dass eine Reihe von Tätern der Strafverfolgung entgeht. Eine weitere Sorge betrifft den Paragraphen, der sich auf die Vergewaltigung von Minderjährigen unter zwölf Jahren bezieht. Indem sich mit dem Begriff Minderjährige auf Kinder unter zwölf Jahren bezogen wird, nimmt man den Kindern zwischen zwölf und 18 Jahren den besonderen rechtlichen Schutz, den sie verdienen, und verstößt gegen mosambikanische und internationale Menschenrechtsverpflichtungen.

Helfen Sie mit.

Fordern Sie die Streichung der frauenrechtswidrigen Bestimmung.

Musterbriefe zum Runterladen: englisch, deutsch


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