Myanmar: Goldgräber-Stimmung führt zu schweren Menschenrechtsverletzungen

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Kanadische und chinesische Bergbau-Unternehmen haben in Myanmar von schweren Menschenrechtsverletzungen profitiert und sich zu Komplizen illegaler Aktivitäten der burmesischen Regierung gemacht.

Profit statt Menschenrechte

Jade, Gold und Edelsteine: Myanmar ist reich an Bodenschätzen und arm an Technologie und Wissen beim Abbau, was Investoren anzieht. Seit der Lockerung der Sanktionen im Jahr 2012 haben sich zahlreiche multinationale Unternehmen, insbesondere aus Kanada und China, in Myanmar angesiedelt. Doch Menschenrechte werden dabei mit Füßen getreten: ausländische Unternehmen machen sich zu Komplizen der Regierung in Myanmar, wo ein schwaches Rechtssystem und eine von Militärs und Partikularinteressen beherrschte Wirtschaft einen Rahmen für Menschenrechtsverletzungen schaffen.

Zwangsräumungen und Umweltverschmutzung

Rund um den Kupferminen-Komplex von Monywa haben Zwangsvertreibungen im großem Ausmaß und Umweltverschmutzung die Existenzgrundlage tausender Menschen zerstört und sie gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Proteste der lokalen Bevökerung wurden von der Polizei mit brutaler Gewalt niedergeschlagen. In einem Fall wurde sogar weißer Phosphor, eine giftige und hochexplosive Substanz, gegen Demonstrant_innen eingesetzt.

Amnesty-Bericht

Amnesty International veröffentlichte im Februar 2015 einen detaillierten Bericht zu den Vorkommnissen rund um den Kupferminen-Komplex von Monywa:

Open for Business? Corporate Crime and Abuses in Myanmar Copper Mine, ASA 16/003/2015

Weitere Hintergrundinformationen

Presseaussendung vom 10. Februar 2015: Myanmar: Foreign mining companies colluding in serious abuses and illegality

Amnestys Schreiben vom 19. Februar 2015 an den UN-Menschenrechtsbeirat: Myanmar: Human Rights Council should address the need for stronger safeguards to ensure business respects human rights: Amnesty International written statement to the 28th session of the UN Human Rights Council (2 – 27 March 2015", ASA 16/011/2015

Information in deutscher Sprache: Amnesty International Schweiz, Goldgräber-Stimmung in Myanmar führt zu Menschenrechtsverletzungen

Forderungen

Zum Schutz der Menschenrechte vor Ort gab Amnesty International gab Empfehlungen an die Regierung von Myanmar, an die ausländischen Unternehmen und an die Regierungen der Länder, aus denen die Investoren stammen.


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