Nachruf an Rudolf Kalab


Am 3. März 2000 erlag Rudolf Kalab einem Herzinfakt. Er war auf dem Weg zu einer Veranstaltung "seiner" Gewerkschaft Druck und Papier, der er als Arbeiter des graphischen Gewerbes zeit seines Lebens verbunden war.

Wer aus der Wiener NGO- und kirchlichen Szene kannte nicht Rudi Kalab? Er war der "bunte Vogel" aus Favoriten, der sich in zahlreichen Vereinen und Initiativen engagierte. Rudi war auf diversen Veranstaltungen anzutreffen, ruhig und bescheiden tauchte er aus dem Hintergrund auf; er war immer unterwegs, stets an verschiedenen Orten. Rudi Kalab hielt Vorträge in Schulen, trieb Gelder für Amnesty International auf, setzte sich für Blutspenden ein, pflegte Kontakte zu Priestern und Gewerkschaftern, schrieb Grußworte für die Friedensbewegung, diskutierte unermündlich bei Info-Tischen, organisierte unzählige Veranstaltungen - er war sein Leben lang politisch und sozial aktiv. Als "Linkskatholik" war für Rudi Christentum und Sozialismus eine Gedankenwelt. Konkurrenzdenken verschiedener Vereine war ihm fremd; im Gegenteil, Rudi Kalab brauchte mehrere Organisationen, um darin seine geistige Heimat zu finden.

Wir von der Amnesty-Gruppe 121 trauern um unser Gruppenmitglied Rudolf Kalab, mit dem wir gemeinsam ein Stück des Weges für die Menschenrechte gehen durften. Lieber Rudi, wir werden Dich im Herzen behalten und Dein Vermächtnis - ein Leben für Frieden und Menschenwürde - weiterführen.

Sabine Vogler für die AI-Gruppe 121


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