Malaysia: Nachruf auf Irene Fernandez

ASA 28/005/2014
2. April 2014


Amnesty International würdigt das Lebenswerk von Irene Fernandez, einer international anerkannten Menschenrechtsverteidigerin aus Malaysia, die am 31. März 2014 im Alter von 67 Jahren an Herzversagen starb.

Irene Fernandez war Gründerin und Direktorin der NGO Tenaganita, die sich für Migrant_innen, Flüchtlinge, Asylsuchende, Opfer/Überlebende von Menschenhandel und Ausbeutung einsetzte. Nachdem sie die entsetzlichen Lebensbedingungen von Migrant_innen in staatlichen Internierungslagern öffentlich gemacht hatte, wurde sie 1996 verhaftet und 2003 wegen „böswilliger Verbreitung falscher Informationen“ zu einem Jahr Haft verurteilt. Jahrelang musste sie für ihren Freispruch kämpfen. In den letzten Jahren setzte sich Irene Fernandez vor allem für die Rechte von migrantischen Hausangestellten in Malaysia ein.

2005 erhielt Irene Fernandez den Alternativen Nobelpreis.

Die Mitarbeiter_innen des Netzwerks Arbeit, Wirtschaft und soziale Rechte, die über die Jahre hinweg das Engagement Irene Fernandez begleitet hatten (Irene Fernandez nach jahrelangem Rechtsstreit freigesprochen), trauern um die mutige Aktivistin.


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