Peru: Kleinbauern versus Bergbauunternehmen - Familie droht Zwangsräumung

UA-182/2013-1
AMR 46/004/2014
5. Februar 2014

Gültigkeit: Sie können an der Aktion bis 19. März 2014 teilnehmen.



Máxima Acuña wird immer wieder von der Polizei schikaniert und angegriffen. Am 30. Jänner 2014 wurde sie telefonisch bedroht. Hintergrund mag der Rechtsstreit zwischen ihr und einem Bergbauunternehmen wegen der Eigentümerschaft eines von der Familie bewohnten Grundstücks sein; die Entscheidung steht noch aus. Der Familie droht eine Zwangsräumung.

Rechtsstreit zwischen Kleinbauern und Bergbauunternehmen

Máxima Acuña und ihre Familie - Kleinbauern, die für den Eigenbedarf anbauen - stehen mit dem Bergbauunternehmen Minera Yanacocha wegen der Eigentümerschaft eines von ihnen bewohnten Grundstücks in Trogadero Grande im Bezirk Sorochuco in der Region Cajamarca (Norden Perus) in Konflikt. Sowohl Yanacocha als auch die Familie von Máxima Acuña machen geltend, Eigentümer des Grundstücks zu sein.

2012 befand ein Amtsgericht die Familie in einem Gerichtsverfahren, dem eine Klage von Yanacocha zugrunde lag, der illegalen Besetzung des Grundstücks für schuldig. Im Juli 2013 hob ein Gericht dieses Urteil auf, allerdings mit der Begründung, dass das erste Urteil eine Reihe von Unregelmäßigkeiten aufwies. So wurde von Máxima Acuñas Familie vorgelegtes Beweismaterial wie zum Beispiel Unterlagen, die den Grundstückskauf dokumentierten, nicht berücksichtigt. Der Richter ordnete ein neues Gerichtsverfahren an. Die nächste Anhörung soll im März 2014 stattfinden.

Drohungen und Schikanen

Unterdessen erleben Máxima Acuña und ihre Familie wiederholt Drohungen und Schikanen durch die Polizei. Am 30. Jänner 2014 erhielt Máxima Acuña einen Anruf. Eine männliche Stimme forderte sie auf, ihr Grundstück zu verlassen, ansonsten werde sie sterben (sal de tu propiedad, si no vas a morir). Kurz nach dem Anruf kamen zwei Polizeibeamte auf Máxima Acuña zu und sagten ihr, sie solle aufhören, das Land zu bestellen, da es ihr nicht gehöre. Als sie und ihre Tochter nach Haus kamen, betraten zwei Polizeibeamte, einer von ihnen bewaffnet, ihr Haus und wiederholten die Aufforderung, das Grundstück nicht mehr zu bestellen und von dort zu verschwinden. Die Beamten gingen erst, als Máxima Acuña telefonisch um Hilfe rief. Sie kehrten allerdings am 4. Februar zurück, um sie erneut einzuschüchtern. Die Familie Acuña hat in den vergangenen Jahren immer wieder von Schikanen und Angriffen durch die Polizei berichtet, die wohl darauf abzielen sollen, sie von dem Grundstück zu vertreiben.

Helfen Sie mit.

Appellieren Sie an die Behörden und fordern Sie Schutz für Máxima Acuña und ihre Familie.

Musterbriefe zum Runterladen: englisch, deutsch


zurück