Philippinen: Jerryme Corre - Busfahrer auf Basis von unter Folter erzwungenem Geständnis verurteilt

Briefmarathon 2014



Im Jänner 2011 wurde der Busfahrer Jerryme Corre brutal von der Polizei gefoltert, die ihn beschuldigten, einen Polizisten getötet zu haben.

Er besuchte seine Tante in der Provinz Pampanga, als er von 10 Polizisten in Zivil festgenommen wurde. Er berichtete Amnesty International von der gewaltsamen Mitnahme durch für ihn unbekannte Personen: "They came on motorcycles ... and then I was shocked when they pointed a gun at me. They forced me to lie face down on the floor, and someone hit my head with his gun. They kicked and punched me on the sides, neck, stomach and knees. I asked them, who are you, are you the police? If you are police officers, tell me what my crime is. Do you have a warrant? But they only said I did not have the right to ask any questions… The police officers threatened the crowd (that had gathered because of the commotion) that if they got involved, they too would be arrested. They handcuffed me and dragged me to the local police station 500 meters away. My aunt followed us and took a video on her mobile phone, but a police officer grabbed her mobile phone, threatened to charge her with obstruction of justice and arrested her, too.”

Erst auf der Polizeistation erfuhr er, dass es sich dabei um Polizisten gehandelt hatte.

Er wurde eines Raubüberfalls und des Mordes an einem Polizisten angeklagt. Die Polizisten nannten ihn immer "Boyet". Er sagte ihnen, dass er nicht "Boyet" ist. Ein Beamter seines Dorfes kam und sagte der Polizei, dass sie die falsche Person verhaftet hatten.

Die Folter hielt an, und die Polizei drohte Jerryme Corre zu töten, falls er nicht ein Geständnis ablege. Er erfuhr, dass die Polizei nun eine Anklage wegen Drogenbesitzes gegen ihn vorbereite.

Er wurde schließlich des Drogenbesitzes angeklagt und befindet sich nach über zwei Jahren immer noch im Gefängnis.

Der Fall von Jerryme Corre ist typisch für viele Länder der Welt. Die Polizei ist schlecht ausgebildet und steht unter Druck, Ergebnisse zu liefern. Opfer von Folter sind nicht nur politische Gefangene, sondern Menschen in Armut, die ihre Rechte nicht einfordern können.

Besuchen Sie auch die Website der Stopp Folter Kampagne von Amnesty International Österreich: www.amnesty.at/de/menu197/artikel244/

Helfen Sie mit.

Fordern Sie die Untersuchung der Foltervorwürfe.


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