Grußaktion 2012

Wir freuen uns, Ihnen zum mittlerweile elften Mal die Grußaktion anzubieten. Wir wollen damit Menschen, die wegen ihres legitimen gewerkschaftlichen und/oder menschenrechtlichen Engagements bedroht, verfolgt und eingesperrt werden, unsere Solidarität aussprechen. Sie sollen wissen, dass sie nicht allein und nicht vergessen sind.

Hier finden Sie die Anleitungen zum Ausdrucken.

Alle Appellbriefe liegen in deutscher und englischer Sprache sowie auf spanisch für die mittel- und südamerikanischen Ländern vor und können einzeln runtergeladen werden (klicken Sie auf die jeweilige Landesflagge!).

Guatemala
María Isabel Franco
Vergewaltigt und ermordet – Keine Gerechtigkeit
Im Dezember 2001 wurde María Isabel Franco im Alter von 15 Jahren vergewaltigt und brutal ermordet. Ihre Mutter Rosa Franco erfuhr es aus den Fernsehnachrichten: Die Bilder zeigten den Körper eines 15-jährigen Mädchens, von ihren Mördern misshandelt und vergewaltigt. Die Täter hatten sie an Händen und Füßen gefesselt, ihr den Schädel zertrümmert und mehrmals auf sie eingestochen. Dann ließen sie ihr Opfer an einem einsamen Ort in Guatemala-Stadt liegen.
Nigeria
Bodo-Gemeinde
Ölpest zerstört Lebensgrundlage
2008 kam es zu zwei größeren Ölaustritten in Bodo, welche durch Mängel an einer Ölleitung verursacht waren.Wochenlang strömten Tausende Tonnen Öl aus den Lecks einer maroden Pipeline. Der zuständige Ölkonzern Shell unternahm nichts, um den Ölaustritt zu stoppen. Diese Ölkatastrophe – eine weitere von vielen im Nigerdelta – nimmt den Menschen die Lebensgrundlage.
Belarus
Ales Bialiatski
Menschenrechtsaktivist in Haft
Ales Bialiatski, ein bekannter belarussischer Menschenrechtsverteidiger und Vorsitzender des Menschenrechtszentrums Viasna, wurde am 4. August 2011 festgenommen. Er wurde zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt, die er am 24. November desselben Jahres antreten musste.
Sudan
Die Jugendorganisation Girifna
AktivistInnen verhaftet, gefoltert, vergewaltigt
„Girifna“ bedeutet „Wir haben genug!“. Das ist der Name einer sudanesischen Jugendorganisation. Ihre Mitglieder setzen sich für Demokratie, Meinungsfreiheit und bessere sozioökonomische Bedingungen ein. Die Bewegung, die im Oktober 2009 gegründet wurde, wird hauptsächlich von StudentInnen getragen. Von Anfang an wurden die AktivistInnen von Girifna regelmäßig willkürlich verhaftet, gefoltert und sexuell misshandelt.
Simbabwe
Gertrude Hambira
Gewerkschaftsführerin im Untergrund
Mitglieder der LandarbeiterInnen-Gewerkschaft GAPWUZ (General Agricultural and Plantation Workers Union of Zimbabwe) werden wegen ihres Einsatzes für die Rechte der LandarbeiterInnen von der Polizei bedroht und eingeschüchtert. Insbesondere Generalsekretärin Gertrude Hambira ist Zielscheibe der Schikanen.
Kolumbien
Nahrungsmittelgewerkschaft SINALTRAINAL
GewerkschafterInnen im Visier der Paramilitärs
Seit Beginn der 1990-er Jahre wurden in Kolumbien über 2.000 GewerkschafterInnen ermordet; rund 140 Entführungen wurden nie aufgeklärt. Vielfach gingen Todesdrohungen voraus – mehr als 3.400 Morddrohungen sind seit 1991 dokumentiert.
Griechenland
Konstantina Kouneva
Säumigkeit der Behörden bei Ermittlungen zum Säureattentat gegen Gewerkschafterin
Konstantina Kouneva wurde im Dezember 2008 überfallen und mit Säure angegriffen, wovon sie lebensgefährliche Verletzungen davon trug. Sie lag mehrere Tage im Koma und konnte erst nach fast einem Jahr stationärer Behandlung das Krankenhaus verlassen.
Iran
Gewerkschaft der Zuckerrohrfabrik Haft Tapeh Sugar Cane Company
Schikanen gegen Gewerkschafter und Familie
Seit über fünf Jahren protestieren 5.000 ArbeiterInnen der Zuckerrohrfabrik Haft Tapeh Sugar Cane Company (HTSCC) immer wieder auf friedliche Weise gegen ausstehende Löhne. Im Jänner 2008 gründeten sie eine unabhängige Gewerkschaft – die zweite freie Gewerkschaft Irans.
Mexiko
Pater Alejandro Solalinde Guerra
In Gefahr wegen des Einsatzes für MigrantInnen
Pater Alejandro Solalinde Guerra, Koordinator des Katholisch-Pastoralen Hilfszentrums für MigrantInnen im südwestlichen Mexiko, setzt sich für MigrantInnen ein. Der Priester eröffnete 2007 in Ciudad Ixtepec (Bundesstaat Oaxaca) eine Zufluchtsstätte für MigrantInnen. In der ersten Nacht fanden über 400 MigrantInnen dort Schutz. Seither ist der Zustrom an Menschen nicht abgerissen.