Recht auf einen Reisepass


Passaktion erfolgreich abgeschlossen

Wir danken allen, die sich für das Recht auf einen Reisepass in Tunesien eingesetzt haben.

Der internationale Protest hatte Erfolg!

Mittlerweile haben die drei Töchter von Radhia Nasraoui (Nadia, Oussaima, Sarah), gemeinsam mit RegierungskritikerInnen, MenschenrechtsverteidigerInnen und Verwandten von politischen Gefangenen ihren Pass erhalten.

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Staatspräsident betont das unveräußerliche Recht auf einen Pass

Am 12. Mai hielt der tunesische Staatspräsident Ben Ali eine Rede. (Wenn Sie an der Rede im Detail interessiert sind, wenden Sie sich bitte an uns: Amnesty.international@blackbox.net. Wir senden Ihnen gerne eine Hardcopy der in der Tageszei-tung "La Presse de Tunesie" in französischer Sprache abgedruckten Rede zu.) Er sagte dabei, dass es das "unveräußerliche Recht jeder Tunesierin und jedes Tunesiers ist, einen Pass zu haben und ihr bzw. sein Recht auf Reisefreiheit auszuüben. Dies gilt auch für Menschen, die verurteilt worden sind und eine Gefängnisstrafe abgesessen haben."

In der Realität wird aber ehemaligen Gewissensgefangenen und MenschenrechtsverteidigerInnen sowie deren Angehörigen routinemäßig der Pass verweigert bzw. abgenommen. Den Töchtern von Radhia Nasraoui wird beispielsweise der Reisepass verwehrt, und Radhia Nasraoui selbst ist in ihrer Reise- und Bewegungsfreiheit massiv eingeschränkt, da ihr verboten wurde, die Hauptstadt Tunis zu verlassen.