Russland: Aufklärung des Mordes an Natalia Estemirova

Aktion im Rahmen des Briefmarathons



Die Journalistin und Menschenrechtsverteidigerin Natalia Estemirova war eine der führenden MitarbeiterInnen der russischen Menschenrechtsorganisation "Memorial" in
Grosny, Tschetschenien. Seit Beginn des zweiten Tschetschenienkrieges 2000 bemühte sie sich, Fälle von Folter und anderen Misshandlungen in der Kaukasusregion aufzudecken sowie Morde und das Verschwindenlassen von Menschen aufzuklären.

Ungeklärter Mord

Sie wurde im Juli 2009 vor ihrem Wohnhaus in Grosny in ein Auto gezerrt und entführt. Einige Stunden später wurde ihre von Schusswunden versehrte Leiche in der benachbarten Republik Inguschetien gefunden.

Niemand hat sich öffentlich für die Tat bekannt. Laut den russischen Behörden wurde der Mord an Natalia Estemirova von bewaffneten Gruppierungen begangen. Einem unabhängigen Untersuchungsbericht zufolge (erstellt von FIDH, Novaya Gazeta und Memorial) ist diese offizielle Version jedoch nicht beweiskräftig, u.a. weil die Ermittlungen viele Fehler und Mängel aufweisen. Es spricht vieles dafür, dass Natalia Estemirova aufgrund ihrer Menschenrechtsarbeit getötet wurde.

Gefährliche Menschenrechtsarbeit

Der Mord an Natalia Estemirova verdeutlicht, unter welch gefährlichen Umständen MenschenrechtsverteidigerInnen in Russland arbeiten. Er steht in einer traurigen Reihe mit den Morden an dem Anwalt Stanislav Markelov (Jänner 2009), der Journalistin Anastasia Baburova (Jänner 2009) und der Journalistin Anna Politkowskaja, die 2006 ermordet worden ist. Stanislav Markelov und Anna Politkowskaja waren enge FreundInnen und KollegInnen von Natalia Estemirova.

Helfen Sie mit.

Fordern Sie eine vollständige und unabhängige Untersuchung des Mordes und die Strafverfolgung aller Beteiligten an dem Mord von Natalia Estemirova. Fordern Sie umfassende Schutzmaßnahmen und Respekt für die MenschenrechtsverteidigerInnen und JournalistInnen in der Russischen Föderation!

Musterbriefe zum Runterladen

Natalia Estemirova ist eine von zehn Menschen bzw. Personengruppen, für die wir uns im Rahmen des diesjährigen Briefmarathons einsetzen. Für weitere Aktionen siehe: regionwien.amnesty.at/Briefmarathon/index.html

Sie können auch bei einer Veranstaltung zum Briefmarathon vorbei schauen, nähere Informationen siehe regionwien.amnesty.at/


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