Saudi-Arabien: Migrant von bevorstehender Hinrichtung bedroht

The Wire
August/September 2009
Vol. 39 Issue 004
Die Aktion läuft bis Ende September 2009


Migrant aus Nigeria von unmittelbarer Hinrichtung bedroht

Der aus Nigeria stammende Migrant Suliamon Olyfemi kann jederzeit hingerichtet werden.

Suliamon Olyfemi wurde im September 2002 nach Massenverhaftungen von afrikanischen StaatsbürgerInnen in Saudi-Arabien verhaftet, nachdem ein Polizist - vermutlich in einem Streit mit MigrantInnen - ums Leben kam.

Suliamon Olyfemi hat stets seine Unschuld beteuert.

Keine Beweise

Er war Ende 2004 in einem unfairen Prozess zum Tode verurteilt worden.

Nach seiner Verhaftung musste Suliamon Olyfemi seine Fingerabdrücke auf Dokumenten in arabischer - für nicht verständlicher - Sprache abgeben. Die Fingerabdrücke galten als Unterschrift, und die Unterlagen wurden beim Prozess gegen ihn verwendet.

Das Gerichtsverfahren fand in arabischer Sprache statt, Suliamon Olyfemi bekam weder Rechtsbeistand noch ÜbersetzerInnen zur Verfügung gestellt.

2007 wurde das Todesurteil gegen Suliamon Olyfemi von der saudischen Menschenrechtskommission als vom Kassations- und Obersten Gerichtshof bestätigtes anerkannt.

Migrant/innen in Saudi-Arabien besonders von Hinrichtungen betroffen

Allein im Jahr 2009 wurden mindestens 48 Menschen in Saudi-Arabien hingerichtet, darunter 15 ausländische StaatsbürgerInnen.

In der 1. Mai-Aktion der Arbeitsgruppe für verfolgte GewerkschafterInnen wiesen wir auf den prekären Status von MigrantInnen, die in Saudi-Arabien unverhältnismäßig von Todesstrafe betroffen sind, hin.

Helfen Sie mit.

Appellieren Sie an das saudische Staatsoberhaupt und fordern Sie die Umwandlung des Todesurteils gegen Suliamon Olyfemi. Suchen Sie auch bei den nigerianischen Behörden um Unterstützung an.

Musterbriefe zum Runterladen


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