Südkorea: Führende Mitglieder der Migrant/innengewerkschaft werden abgeschoben

Appeal for Action
ASA 25/004/2009, ASA 25/009/2008
Aktion läuft bis Dezember 2009


Die Migrant/innengewerkschaft MTU (Seoul-Gyeonggi-Incheon Migrants Trade Union) muss ständig ihre Führungsriege erneuern, da die Behörden gegen ihre Mitglieder vorgeht.

Verhaftet und abgeschoben

Im November 2007 wurden MTU-Präsident Kajiman Khapung, MTU-Vizepräsident Raju Kumar Gurung (Raj) und MTU-Generalsekretär Abul Basher M. Moniruzzaman (Masum) verhaftet und zwei Wochen später im Geheimen und ohne Verfahren abgeschoben. Am 2. Mai 2008 wurden der mittlerweile dritte MTU-Präsident und der Vize-Präsident verhaftet und am 15. Mai 2008 abgeschoben.

Pläne der Regierung gegen Migrant/innen

Die Regierung entschied im Jahr 2008, bis 2012 etwa die Hälfte aller Migrant/innen, die sich ohne Rechtsstatus im Land aufhalten, abzuschieben.

Bei den Verhaftungen und Abschiebungen geht die Polizei mit Härte vor und setzt übermäßige Gewalt ein, wie etwa ein Video über die Verhaftung einer chinesischen Migrantin im April 2009 belegt.

MTU - eine grundsätzlich anerkannte Gewerkschaft

Die Migrant/innengewerkschaft MTU war im April 2005 gegründet geworden, um alle Arbeitsmigrant/innen in Südkorea (zirka 360.000 Menschen) unabhängig von ihrem Rechtsstatus (legal oder illegal im Land) zu vertreten. Im Februar 2007 wurde sie vom Obersten Gerichtshof von Seoul anerkannt. Das Arbeitsministerium weigert sich allerdings, die Gewerkschaft anzuerkennen, und geht gegen führende MTU-Funktionäre vor.

Helfen Sie mit.

Appellieren Sie an die südkoreanischen Behörden, die Gewerkschaft MTU anzuerkennen und deren Mitglieder nicht länger zu schikanieren.

Sie können auch Postkarten bei uns (E-Mail: gewerkschafterInnen@amnesty.at) bestellen, um diese dann an den südkoreanischen Präsidenten Lee Myung-Bak zu schicken.

Musterbriefe zum Runterladen


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