Südkorea: Solidaritätsaktion für MTU verlängert

Die Aktion läuft bis Juni 2010.


Die MigrantInnengewerkschaft MTU (Seoul-Gyeonggi-Incheon Migrants Trade Union) ist an eine neue Adresse übersiedelt. Da zum einen einige der Solidaritätskarten im Rahmen der Weihachtsgrußaktion nicht ankamen, zum anderen die MTU mit höchster Freude auf die Grüße reagierte, verlängern wir die Solidaritätsaktion.

Antwort der MTU

Aus einem Schreiben der MTU an die Arbeitsgruppe für verfolgte GewerkschafterInnen vom 19. Jänner 2010:

"Thank you very much for your solidarity and support. Our struggle has been long and hard and it seems that we are a long way from achieving our goals. We continue to lose members through the governments crackdown on undocumented workers but we continue to gain new members through our extensive organizing efforts.

Your solidarity and knowing that we are able to empower one worker at a time makes us hopeful that we will overcome.

Noch einmal, wir danken Ihnen."

Deutsche Übersetzung (in der Verantwortung der Arbeitsgruppe für verfolgte GewerkschafterInnen):

"Herzlichen Dank für Ihre Solidarität und Unterstützung. Unser Kampf ist langwierig und mühsam, und wir scheinen weit von der Umsetzung unserer Ziele entfernt. Wir verlieren weiterhin Gewerkschaftsmitglieder, da die Regierung gegen ArbeiterInnen ohne Papiere vorgeht, aber dank unserer intensiven Bemühungen, Menschen zu organisieren, schließen sich auch weiterhin neue Mitglieder an.

Ihre Solidarität und das Wissen, dass wir in der Lage sind, ein/e ArbeiterIn zu "empowern", geben uns Hoffnung, dass wir uns durchsetzen."


MTU-Präsident Torna Limbu aus Nepal, im Cheongju-Anhaltezentrum, Mai 2008. Er wurde abgeschoben, obowhl sich die Nationale Menschenrechtskommission für seinen Verbleib aussprach, zumindest bis die Umstände seiner Verhaftung einschließlich Misshandlungsvorwürfe geklärt wären.

Hintergrund

Die MigrantInnengewerkschaft MTU (Seoul-Gyeonggi-Incheon Migrants Trade Union) wurde im April 2005 gegründet, um alle ArbeitsmigrantInnen in Südkorea (zirka 360.000 Menschen) unabhängig von ihrem Rechtsstatus (legal oder illegal im Land) zu vertreten. Im Februar 2007 wurde sie vom Obersten Gerichtshof von Seoul anerkannt.

Das Arbeitsministerium weigert sich allerdings, die Gewerkschaft anzuerkennen. Sie geht gegen führende MTU-Funktionäre vor und schiebt diese ab (Näheres siehe Aktion auf unserer Website).

Helfen Sie mit.

Schicken Sie Solidaritätsgrüße an die MTU - sie geben den KollegInnen Kraft und Motivation:

Neue Adresse der MTU:

Seoul-Gyeonggi
Incheon Migrants Trade Union
KCTU Seoul Building rm. 202
78 Chungjeongno 2-ga
Seodaemun-gu
Seoul 120-012
South Korea

Textvorschläge für die Grußbotschaften:

We are thinking of you in solidarity.

Continue your struggle.

Be assured of our support!

Keep up your good courage!

Nutzen Sie auch gleich die Gelegenheit, um an die Behörden in der Angelegenheit zu appellieren, um die MTU als legale Gewerkschaft anzuerkennen.

Adressen:

Prime Minister
WEN Jiabao Guojia Zongli
The State Council General Office
2 Fuyoujie
Xichengqu
Beijingshi 100017
People's Republic of China
President
Lee Myung-Bak
Cheong Wa Dae (Blue House)
Seoul 110-820
Republic of Korea (South Korea)

E-Mail: foreign@president.go.kr
Minister of Labour
Yim Tae Hee
427-718 Government Complex II
Jungang-dong1
Gwacheon-si
Gyeonggi-do
Seoul
Republic of Korea (South Korea)

E-Mail: molab506@molab.go.kr
Musterbrief zum Runterladen


zurück