Türkei: GewerkschafterInnen am 1. Mai vom Hauptplatz verbannt

03.05.2009


Den Gewerkschaften in der Türkei wurde erneut die Genehmigung verweigert, am 1. Mai am zentral gelegenen Taksim-Platz eine Kundgebung abzuhalten.

Am 1. Mai 2008 waren über 500 Menschen verhaftet worden, weil sie an der nicht-genehmigten Kundgebung teilnahmen.

2007 und 2008 setzte die Polizei Wasserwerfer, Schlagstöcke und Tränengas ein, um die nicht-genehmigten 1. Mai-Kundgebungen aufzulösen. 2007 reichten 38 Menschen eine Strafanzeige ein, dass bei der Kundgebung sie von der Polizei verletzt worden waren. Bislang wurde keine einzige Sicherheitskraft wegen ihrer exzessiven Gewaltanwendung bei den 1. Mai-Kundgebungen zur Verantwortung gezogen.

Zum ersten Mal seit 1981 wurde der 1. Mai zum Feiertag in der Türkei ausgerufen. Der Taksim-Platz aber bleibt den ArbeitnehmerInnen als Versammlungsort verwehrt.

Die türkischen Gewerkschaften kündigten an, trotz des Verbots ihre 1. Mai-Kundgebung abzuhalten.

Vollständige Nachricht (im englischen Original)


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