Türkei: Einsatz für faire Arbeitsbedingungen

Aktion zum 1. Mai - Tag der Arbeit


In der Türkei wird vielen öffentlichen Bediensteten das Recht verwehrt, Gewerkschaften zu gründen oder sich diesen anzuschließen, Tarifverhandlungen zu führen oder zu streiken.

Auch im privaten Sektor entspricht das Recht auf Gründung von Gewerkschaften und sich gewerkschaftlich zu organisieren, nicht den internationalen Standards. Strenge Strafen, inkl. Haft, können für die Teilnahme an Streiks verhängt werden.

Die Internationale Arbeitsorganisation ILO (International Labour Organisation) hat der Türkei klare Vorgaben gemacht, wie sie ihre Arbeitsgesetzgebung konform zu den Kernnormen der ILO (Vereinigungsfreiheit, Tarifverhandlungen, Streikrecht) gestalten. Aber die Reformen wurden bislang noch nicht umgesetzt.

GewerkschafterInnen in Gefahr

Im Juli 2009 wurden über 30 Mitglieder des Bundes der Gewerkschaften des öffentlichen Sektors KESK der Mitlgliedschaft der PKK angeklagt. Im November wurden 22 KESK-Mitglieder, die in Untersuchungshaft gehalten worden waren, freigelassen, allerdings ist der Ausgang des Prozesses noch offen.

Im Dezember 2009 wurden über 40 Beschäftigte der türkischen Bahnbetriebe vom Dienst suspendiert, nachdem sie bei einem eintägigen Streik für ihr Recht auf Streik und Tarifverhandlungen eingetreten sind.

Arbeitsgesetzgebung in vielen Staaten nicht ILO-konform

In vielen Staaten der Welt entspricht die Arbeitsgesetzgebung nicht den Kernnormen der ILO, siehe auch die Amnesty-Erklärung zu Ägypten.

Helfen Sie mit.

Appellieren Sie an die türkische Regierung, ihre Arbeitsgesetzgebung den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO anzupassen.

Online-Aktion unter: http://www.amnesty.org.uk/actions_details.asp?ActionID=689

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