Tunesien: Reiseverbot für Menschenrechtsanwalt Mohammed Abbou

AI Index: MDE 30/007/2007
Aktualisierung 4.10.2007

Der Anwalt und Menschenrechtsverteidiger Mohammed Abbou wird von den Behörden daran gehindert, das Land zu verlassen.

Reisegeld von den Behörden konfisziert

Mohammed Abbou wurde am 24. Juli 2007 nach zweieinhalb Jahren Haft vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen (siehe die Erfolgsmeldung auf dieser Website).

Nach seiner Freilassung schickte die Menschenrechtsorganisation Front Line über Western Union Geld für Flugtickets an seine Ehefrau Samia Abbou, damit sie und Mohammed Abbou an einem Treffen in Paris teilnehmen können. In der Western Union Filiale in Tunis wurde Samia Abbou beschieden, dass das Geld schon abgehoben worden war.

An der Ausreise gehindert

Am 24. August 2007 wurde Mohammed Abbou am Flughafen von Tunis daran gehindert, Tunisien zu verlassen. Begründung: Seine Freilassung aus dem Gefängnis wäre nur bedingt. Mohammed Abbou wollte nach London fliegen, um dort dem TV-Sender Al Jazeera ein ausführliches Interview zu geben und MitarbeiterInnen des AI-Büros zu treffen.

Helfen Sie mit.

Appellieren Sie an die tunesischen Behörden, damit Mohammed Abbou ohne Einschränkungen als Anwalt und Menschenrechtsverteidiger arbeiten sowie das Land verlasen und wieder betreten kann.

Adresse des Justizministers:

M. Bechir Tekkari
Ministere de la Justice et de Droits de l' Homme
Fax : 00 216 71 568 106

E-Mail : mju@ministeres.tn

Musterbrief - englisch:

Your Excellency,

I am writing to you to express my concern on the human rights defender Mohammed Abbou. I welcome his release from prison but his release must be unconditional as a prisoner of conscience, imprisoned solely for the legitimate and peaceful expression of his opinions.

I call for all restrictions, including the recent travel ban, on Mohammed Abbou to be lifted, and for an end to all harassment of Mohammed Abbou's family.

I urge the Tunisian authorities to respect their obligations under the ICCPR and UN Declaration on Human Rights Defenders and allow Mohammed Abbou to conduct his job as a lawyer and human rights defender without harassment.

Yours sincerely,


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