UNO: Alle haben das Recht, selbst über ihren Körper zu bestimmen

Der 8. März ist der internationale Frauentag.

Gültigkeit: Sie können an dieser Aktion bis 1. April 2013 teilnehmen.



Im nächsten Jahr stellen die UN-Staaten wichtige Weichen, was den Schutz der sexuellen und reproduktiven Rechte betrifft: 2014 findet die ICPD+20 (International Conference on Population and Development) statt, eine Überprüfungskonferenz zum Aktionsprogramm der UN-Weltbevölkerungskonferenz von 1994. Das relativ progressive Programm von 1994 betont die Entscheidungsfreiheit jedes einzelnen Menschen, was Sexualität, Heirat und Fortpflanzung angeht. Bei der Konferenz 2014 werden manche Staaten dieses fortschrittliche Programm zu verwässern versuchen.

Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International setzen sich dafür ein, dass es keinen Rückschritt gibt und an der ICPD+20 eine starke Erklärung zustande kommt.
Fordern Sie von der UN-Weltbevölkerungskonferenz, dass alle Menschen Zugang zu Gesundheitsversorgung, Beratung und Information im Bereich von Sexualität, Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft haben.

Diskriminierung von Mädchen und Frauen bei Sexualität, Schwangerschaft und Mutterschaft

Geschlechtsspezifische Diskriminierungen gibt es überall auf der Welt, in zahlreichen Lebens­bereichen. Mädchen werden nicht oder nur für kurze Zeit zur Schule geschickt. Frauen erhalten für die gleiche Arbeit weniger Lohn als Männer. Frauen werden aus Erbschaften ausgeschlossen.

Aber in kaum einem Lebensbereich sind die Auswirkungen von Diskriminierungen auf das Leben von Frauen und Mädchen so verheerend wie im Bereich von Sexualität, Schwangerschaft und Mutterschaft. Doch auch hier gelten grundlegende Menschenrechte: Das Recht jeder Person, selbst zu entscheiden, ob, wann und mit wem sie Sex haben will, ob, wann und wen sie heiraten will, ob, wann und wie viele Kinder sie bekommen möchte. Das Recht, Informationen über Sexualität, Gesundheit und Verhütungsmethoden zu erhalten, und das Recht – im Rahmen der geltenden Gesetze – eine Schwangerschaft sicher und legal abbrechen zu können. Das Recht auf eine gute Gesundheitsversorgung während Schwangerschaft und Geburt.

Das Mädchen, das in der Schule nicht über Verhütung aufgeklärt wird; die Jugendliche, die durch eine Vergewaltigung schwanger wurde und das Kind austragen muss; die Frau, die nur mit Einwilligung ihres Mannes verhüten darf – ihnen allen werden Menschenrechte verweigert, oft mit verheerenden oder gar tödlichen Folgen. Jedes Jahr sterben Hunderttausende an Komplikationen während der Schwanger­schaft oder Geburt.

Doch das Recht, frei von Drohungen, Diskriminierung oder Zwang Entscheidungen über das eigene Leben und die eigene Gesundheit zu treffen, wird Frauen und Mädchen allzu oft verweigert – überall auf der Welt.

Helfen Sie mit.

Fordern Sie von der UN-Weltbevölkerungskonferenz, dass alle Menschen Zugang zu Gesundheitsversorgung, Beratung und Information im Bereich von Sexualität, Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft haben.

Zur Online-Petition: mybodymyrights.amnesty.ch/de

Forderungen im Detail

Regierungen müssen gewährleisten, dass Frauen und Mädchen

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