Simbabwe: Opfer von Zwangsräumungen erneut in Gefahr, vertrieben zu werden

UA: 214/10
Index: AFR 46/017/2010
28. September 2010


Opfer der Zwangsräumungen in Harare im Jahr 2005 laufen Gefahr, erneut vertrieben zu werden, falls sie nicht Pachtgebühren zahlen.

Ultimatum

Im Juni forderte das Ministerium für Kommunalverwaltung, Stadt- und Landentwicklung die PächterInnen in Hatcliffe Extension in Harare schriftlich auf, bis zum 30. September 2010 die Gebühren für eine Verlängerung der Pachtverträge zu bezahlen. Bei Nichtzahlung würden die BewohnerInnen ihr Land verlieren. Seit Juni bemühten sich die BewohnerInnen mehrmals erfolglos, mit den zuständigen Behörden ins Gespräch zu kommen.

Unerschwingliche Pachtgebühren

Die BewohnerInnen von Hatcliffe Extension gehören zu den ärmsten und marginalisiertesten Menschen in der simbabwischen Gesellschaft. Sie können die Pachtgebühren von von US-$ 140 nicht aufbringen, da durch die Zwangsräumung von 2005 nicht nur die Häuser, sondern auch der informelle Beschäftigungssektor zerstört wurde. Tausende haben dadurch kein regelmäßiges Einkommen mehr.

Operation "Murambatsvina"

Hatcliffe Extension ist eine Siedlung in einem Außenbezirk von Harare mit 15.000-20.000 geschätzten EinwohnerInnen. Die Mehrheit der BewohnerInnen sind Betroffene der unter der Bezeichnung Operation "Murambatsvina" ("den Unrat verjagen") bekannte Massenzwangsräumung von 2005, bei der 700.000 Menschen ihr Zuhause, ihr Auskommen oder beides verloren. Siehe auch die Aktion vom 23.07.2009.

Helfen Sie mit.

Appellieren Sie an die Behörden, dass alle rechtswidrigen Zwangsräumungspläne für die Siedlung Hatcliffe Extension gestoppt werden.

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