Simbabwe: Geringe Überlebenschance - Kindersterblichkeit in der Siedlung Hopley


In der kleinen Siedlung Hopley mit nur 5.000 BewohnerInnen starben in den ersten fünf Monaten des Jahres 2010 mindestens 21 Babys unmittelbar nach ihrer Geburt.





"Ich glaube, mein Baby starb, weil es hier die schlechte Luft geschluckt hat. Es gibt keine Geburtshilfe-Station, alles ist schmutzig, und wir müssen in einem Plastikverschlag leben." (25-jährige Frau aus Hopley, Juni 2010)

Notdürftige Siedlung nach Zwangsräumung

Errichtet wurde Hopley im Rahmen der Aktion Garikai/Hlalani Kuhle, was in der Sprache der Shona „Für ein besseres Leben“ heißt.

Eine zynische Bezeichnung angesichts der katastrophalen Lebensumstände in der Hopley-Siedlung.

Mit der Aktion Garikai/Hlalani versuchte die Regierung Simbabwes, auf den öffentlichen Aufschrei in aller Welt zu reagieren. 2005 waren mehr als 700.000 Menschen im Rahmen der Operation Murambatsvina brutal vertrieben worden. Nicht nur die Wohnhäuser wurden damals niedergewalzt, sondern auch Verkaufsstände und Märkte wurden zerstört: Die Menschen verloren damit ihre Verdienstmöglichkeiten und ihre Existenzgrundlage.

Katastrophale Lebensbedingungen

Nur ein kleiner Bruchteil der Häuser wurde - wie zugesagt - wieder aufgebaut. So müssen die meisten Menschen in Plastikverschlägen hausen, in denen es sehr kalt werden kann. Es fehlt an sauberem Wasser, und die hygienischen Bedingungen sind katastrophal.

Keine Betreuung bei Schwangerschaft und Geburt

Die nächste Klinik mit einer Geburtsstation und Gesundheitsvorsorge für Schwangere und Neugeborene ist mehr als acht Kilometer entfernt. Für die meisten Frauen in Hopley ist sie unerschwinglich, zusätzlich zu den nicht leistbaren Transportkosten können die meisten Frauen die Registrierungsgebühr für die Klinik von ungerechnet 50 US-Dollar nicht aufbringen.

Frauen werden weder während der Schwangerschaft betreut (z.B. keine Untersuchungen) noch erhalten sie Hilfe von Ärztinnen/Ärzten oder Hebammen während der Geburt.

Frühgeborene und Neugeborene überleben oftmals die ersten Stunden und Tage nicht, weil es unter Plastikplanen nicht warm genug ist.

Weitere Informationen

Helfen Sie mit.

Simbabwe hat sich durch die Ratifizierung verschiedener internationaler Pakte und Konventionen verpflichtet, das Leben und die Gesundheit von Müttern und Kindern zu schützen.

Fordern Sie von Simbabwe die Erfüllung dieser Verpflichtungen ein.

Musterbriefe zum Runterladen

Bitte schicken Sie Kopien dieser Briefe an

Botschafterin in Österreich
I.E. Frau Grace Tsitsi MUTANDIRO
Botschaft der Republik Simbabwe
Strozzigasse 10/15
1080 Wien

Fax : 0043 1 407 92 38
E-Mail: z.vien@chello.at


zurück